Archiv für August 2007

Ohne große Vorankündigung ist vor etwa einer Stunde der Blogcounter blogscout.de dichtgemacht worden – zu den Gründen äußert sich Mastermind Dirk Olbertz hier. Tja, schade, weil es doch großen Spaß machte, die Rankings zu verfolgen. Doch wo er Recht hat, hat er Recht, da kann man nur den Hut ziehen: “Ich möchte außerdem den Blogbetreibern, die wirklich meinen, dass Quantität die Qualität aussticht und mit aller Macht versuchen, SEO mit Blogs machen zu wollen, keine Unterstützung bieten – sei sie auch noch so klein.” Tatsächlich war in letzter Zeit (und auch zuvor vermutlich schon) oft zu beobachten, wie sich manche deppert hochquoten – womit der Sinn von blogscout wirklich ad absurdum geführt wurde. Bleibt also nur noch, ein dickes Danke in Richtung Dirk zu werfen: für die Mühe und das schlaue Hirn, die er in sein Projekt gesteckt hat.

Krisen sind heutzutage geradezu inflationär. Wo man hinschaut, ist Krise. Wenn etwas nicht gut läuft, ist Krise. Ein kleiner Streit in einer Beziehung, schon ist sie da, die Krise. Wenn eine Fußball-Mannschaft zweimal nicht gewinnt, dann steckt sie in einer Krise, meist sofort in einer besonders schlimmen. So erging es zum Saisonauftakt beispielsweise Borussia Dortmund. Null Punkte aus zwei Spielen, Tabellenletzter, keine erkennbare Spielanlage und schon standen die Dortmunder für viele Beobachter als sicherer Absteiger fest. Nach zwei Spieltagen. Absolute Krise in Dortmund.

Unter dem Stichwort Krise findet man in einem Lexikon folgende schlaue Erklärung: „(griech.) K. bezeichnet eine über einen gewissen (längeren) Zeitraum anhaltende massive Störung des gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Systems. Krisen bergen auch die Chance zur (aktiv zu suchenden qualitativen) Verbesserung.“ Natürlich kann man jetzt den Fußball nicht mit der Politik gleichsetzen, auch wenn es unter den Staatslenkern durchaus Mode ist so zu tun, als sei alles ein großes Spiel, in dem nur die Mannschaft richtig aufgestellt sein müsste, um zum Wohle eines Landes so genannte Steilvorlagen zu verwandeln Auch ob gleich irgendein politisches, wirtschaftliches oder gesellschaftliches System gestört sein muss, nur weil etwa der VFB Stuttgart gegen Berlin verloren hat, darüber kann man streiten – am ehesten ungestört mit netter Gesellschaft in einer Wirtschaft. Eines sollten jedoch auch die größten Pessimisten und Krisen-Liebhaber nicht tun: zwei Spieltage als längeren Zeitraum bezeichnen. Wer dazu neigt, der möge an die leidvolle Endlosigkeit einer Sommerpause ohne Fußball denken. Was sind im Vergleich dazu schon zwei läppische Spieltage?
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Weil´s so schön war, noch ein Symbolfoto: Ergebnisse des Aufenthaltes in Montalcino und unserer Fahrt durch das Chianti.

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Leckerbissen:
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Während der Karl noch weg ist, bin ich schon wieder da – seit heute morgen um sieben. Und zuallererst gibt´s hier zwei wunderbare Symbolfotos meiner größten Liebe Italien. Das erste zeigt eindrücklich, dass selbst die italienischen Ratten niedlicher sind als alle anderen:
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Das zweite demonstriert die totale Videoüberwachungswut, die in Italien offensichtlich gerade ausgebrochen ist – zumindest sind mir im Februar, als ich das letzte Mal dort war, noch nicht die tausenden Hinweisschilder “video sorveglianza” (sogar in öffentlichen Toiletten!) und die überall und massenhaft installierten Kameras aufgefallen. (Was natürlich kein Grund für die Liebe ist – allerdings: so doof, wie das da aussieht, dann schon wieder…)
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Das erste Bild stammt übrigens aus Venedig (ja, die Biennale hat auch diesmal wieder großen Spaß gemacht), das zweite aus Florenz, wo ich noch gestern abend (schnief) durch die Straßen schlenderte.
P.S.: Die beiden völlig durchgeknallten Autofahrer, die uns in der Autobahnauffahrtskurve (sic!) überholt haben, waren leider zu schnell, um sie zu knipsen.

Katrin ist schon weg. Im Urlaub. Meine Gedanken hatten sich in den letzten Tagen anscheinend auch schon verabschiedet, Richtung Sonne und Strand. Blog-Ideen gaben sie zumindest kaum noch her.

Außerdem kann ich ein Wort nicht mehr hören: Sommerloch. Und eine Sache kann ich nicht mehr sehen: Regen.

Deshalb bin ich jetzt auch weg.

In der Zwischenzeit kann man ruhig auch andere Blogs lesen, es lohnt sich!

Auf zweitens-magazin geht’s weiter in zwei Wochen. Allerspätestens! Versprochen!

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