Archiv für August 2007

1. Ist das “zufällige” Verdecken so böser wie vorgeschriebener Botschaften eigentlich erlaubt?

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2. Waren das tatsächlich “Redakteure”, die diesen Artikel in die Rubrik “Auto” gepackt haben?

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1. FC Schalke 04
2. Hertha BSC
2. Arminia Bielefeld
2. VfL Bochum
2. Werder Bremen
2. Energie Cottbus
2. Borussia Dortmund
2. MSV Duisburg (N)
2. Eintracht Frankfurt
2. Hamburger SV
2. Hannover 96
2. Karlsruher SC (N)
2. Bayer Leverkusen
2. Bayern München
2. 1. FC Nürnberg (P)
2. Hansa Rostock (N)
2. VfL Wolfsburg
18. VfB Stuttgart (M)

Werden Babies schlauer, wenn man ihnen Baby-DVDs zeigt, von denen der Hersteller behauptet, Babies würden dadurch schlauer?
Natürlich nicht! Eher werden sie dümmer!

Gibt es tatsächlich Menschen, die ihr Baby vor den Fernseher setzen in der Hoffnung, dass es schlauer würde, wenn es solche Baby-DVDs anschaut?
Natürlich! Mehr als genug! Erschreckend viele.

Und jetzt mal ernsthaft gefragt: Wie kommt man denn überhaupt auf die Idee, ein Baby vor Baby-DVDs zu setzen, von denen irgendwelche Hersteller behaupten, Babies würden dadurch schlauer? Wieso schreit da nicht so etwas wie “der gesunde Menschenverstand” ganz laut AUA?

Ähem, traue mich kaum zu fragen: Den gibt es nicht, “den gesunden Menschenverstand”, oder? Geht der am Ende weg, wenn man Kinder bekommt?

die interessanten artikel
1. In der NZZ schreibt Georg Klein über die “Neuromancer”-Trilogie von William Gibson (sagte mir ehrlich gesagt gar nix – aber der Text ist schön!)
2. In der taz passiert das längst Überfällige: Dirk Knipphals verreißt Martin Mosebach. “Martin Mosebach wird hoch gehandelt. Dabei kann man langweiliger kaum schreiben”, lautet bereits die Unterzeile. Und es wird noch besser…
3. Auf der Website von Alexander Kluge finden sich acht Texte von Helmut Heißenbüttel über Kluge – sind eigentlich alle zu empfehlen, mir gefällt “Der Text ist die Wahrheit” besonders gut.

der schöne text
ist heute das Gedicht “Seherin” von Theres Lehn, die nicht nur Mitglied des Münchner “write clubs” ist, sondern gestern auch den diesjährigen Leonhard- und Ida-Wolf-Gedächtnispreis zugesprochen bekam für ihre Lyrikprojekt “Übergänge”.

der erste satz
Wie tritt man einen Weg in unberührten Schnee?
Aus: Warlam Schalamows “Durch den Schnee. Erzählungen aus Kolyma I” (Matthes & Seitz Verlag). Schalamow (1907-1982) verbrachte insgesamt 17 Jahre in der sibirischen Kolyma-Region, vor allem in den sog. “Arbeits- und Besserungslagern” der sowjetischen Gulag. Sechs Zyklen Erzählungen hat er darüber geschrieben, die der Matthes & Seitz Verlag im Rahmen einer Gesamtausgabe nun veröffentlicht, “Durch den Schnee” ist der erste Band davon, und “Erzählungen” ist vielleicht das falsche Wort, vielmehr handelt es sich um lakonische Anekdoten aus dem Lageralltag – Schalamow wehrte sich gegen die Ästhetisierung, sah sich eher als Dokumentar. Allerdings ist diese Prosa gerade sprachlich sehr beeindruckend. Zur weiteren Info sei der wikipedia-Eintrag über Schalamow empfohlen sowie die Matthes & Seitz-Sondersite warlamschalamow.de.

der hörtipp
ist heute der Deutschlandradio-Büchermarkt von gestern, der sich ganz dem Krimi gewidmet hat: Andreas Ammer begutachtet ein paar Neuerscheinungen, lobt das neue Werk von Boris Strugatzki und versucht, sich gegen Schund zur Wehr zu setzen.

Sehr gut! Das war’s! Ich bin raus aus dieser ekelhaften Geldvermehrungsmaschine Profi-Fußball! Keine schmierigen Manager, keine verzogenen Jungstars mehr! Nie mehr Beckmann, Kaiserfranz und Lothar! Ich schaue nur noch das Wahre, Schöne und Gute. Kreisliga und so Zeug, nämlich auf www.die-ligen.de.

Wann geht nur endlich die Bundesliga wieder los? Es dauert jetzt schon ewig …

(via JakBlog)

Zürich - MÜNCHEN - Berlin
  • Musste auch gesagt werden

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