Archiv für Februar 2008

Was man sich tatsächlich am Abend in der warmen Badewanne anhören könnte, ist die neue Ausgabe des Chaosradios mit dem durchaus hoffnungsspendenden Titel: Ausbruch aus dem panoptischen Gefängnis.

Die Schwärmerei im Netz für instapaper.com ist ja schon fast penetrant, aber ich muss zugegeben: sehr praktisch, sehr schlicht, sehr gut. Werde ich wohl kräftig nutzen, sozusagen als temporäres Bookmark-System. Edit, delete und skip – mehr braucht der Mensch wirklich nicht, um sich beim Surfen im Netz Artikel zu merken, die er nicht sofort lesen kann, sondern auf später verschieben muss. Schöner als delicious, usw. So banal, aber wahr: Die einfachsten Ideen sind die besten.

Erst vor kurzem bin ich auf die NoPants 2K8-Aktion vom Kollektiv Improv Everywhere gestoßen und musste schon schwer schmunzeln. In zehn Städten haben sich etwa 2000 Menschen beim U-Bahn-Fahren ihre Hosen ausgezogen und so getan, als sei das völlig normales Verhalten. Jetzt haben Improv Everywhere ein Video ins Netz gestellt, dass die Ergebnisse ihrer Aktion Frozen Grand Central zeigt. 200 Menschen frieren für fünf Minuten im Grand Central New York zeitgleich mitten in ihrer Bewegung ein. Das Ganze funktioniert verblüffend gut. “Improv Everywhere causes scenes of chaos and joy in public places” steht da als Selbstauskunft auf der Homepage und ja: tatsächlich eine Freude zuzusehen. Irgendwie hat das etwas ganz schön Zombieskes und regt sehr zu Nachahmungen an. Quatsch im geheiligten öffentlichen Raum. Herrlich!

[youtube jwMj3PJDxuo]

Hier gibt es einen Mission-Report, Fotos und alles weitere dazu. Die erste Mission von ImprovEverywhere ist das nicht gerade.
Und außerdem verspreche ich hiermit, so schnell keine Videos mehr zu posten.

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