Was kannst du dir Umwerfenderes vorstellen:
Isabelle Adjani richtet eine Wumme auf dich und sagt: “Gehst du nie ins Kino?”.
Zum Dahinschmelzen…
Dies gesehen letztens im Open-Air-Kino, mit dem Grölen der Kaputten hinter der Leinwand, Luc Bessons fast Erster Subway.
Again and again begeistert mich das Ineinanderstürzen von vergangenem, gegenwärtigem, zukünftigem Kino. Diese verdammten Verflechtungen von Zeit, Stil und Attitüde… 1985 war dieser x-te Versuch, einen neuen Belmondo zu kreieren, mit Christopher Lambert, der wirklich das Gesicht, die Weichheit und die Melancholie dazu gehabt hätte. Und eine Adjani, wie es sie heute nicht mehr geben könnte: immer nur Rehaugen, in bombastischem YSL gewandet, eine zarte, pubertäre Punk-Rebellin in der Oberschicht (irgendwie und leider arg an die gleichzeitige Gloria von Thurn und Taxis erinnernd).
Die Posen, die Musik, die Darsteller! Sieht aus wie New Wave, klingt wie Schmuserock, und Jean Reno auf Rollschuhen lässt das Publikum erstaunt auflachen beim ersten Auftritt.
So sexy, so vergangen, so schön!
Da vermischen sich À bout de souffle, der hiermit wieder hochgespülte, wirklich wunderbare Kontroll, Casablanca, Le circle rouge und 12 Monkeys – und es ist so egal, wer da wen zitiert, das geht nämlich auch andersrum in der Filmgeschichte…
Kino: motherfucking Paralleluniversum!
