Archiv für November 2008

Ein Rätsel: Was mag das nur für ein exklusiver Super-Club sein, in dem er sich hier angemeldet hat. Also ich mich. Er redet von sich ab jetzt nur noch in der dritten Person. Ist klar, oder?

P.S.: Kennt eigentlich jemand das Lied “Ich bin der Präsident” vom Kabarettisten Rainald Grebe. Ist ziemlich lustig, findet er. Erst das Rätsel lösen in den Kommentaren, dann zur Belohnung das Lied hier auf YouTube anhören, schlägt er vor.

Gestern war ich im Kino. So fangen alle meine Posts an.
Wieder ein Lobgesang, auf die Zürcher Programmkinos, auf alte Gangsterfilme, auf die Kraft des Films…

Classe tous Risques, 1960, noch ein letztes Mal heut abend im Xenix.
Ein noch vergleichsweise junger Lino Ventura begeistert, die umwerfende Anspannung seines eigentlich schon abgehalfterten Ex-Grossräubers und Vaters Abel Davos vermag die Spannung eines ganzen langen Film zu tragen. Neben ihm Belmondo, der erst nach der Hälfte des Films auftaucht, wie überhaupt so einiges etwas zerrissen wirkt in diesem frühen Claude Sautet. Schon im Trailer zeigt sich die Menge der Figuren, die zwischen Mailand und Paris ihr Leben zu retten suchen, oder doch zumindest ihren arrivierten Standard. Nur nicht Belmondo, der junge, der so direkt und glasklar agiert – hinreissend, sexy, der Einzelkämpfer ohne Egoismus, der Liebhaber ohne Liebe, der stolze, loyale Schläger.

Überraschend brutal für seine Zeit und sein Land, eine Geschichte von Untergang und Rache, in der hart und schnell zugeschlagen und geschossen wird, Rücksichtslosigkeit verstanden als Überlebensstrategie. Lesenswert ein paar Erinnerungen des Regisseurs zur Entwicklung dieses düsteren, wegen der verlorenen Kinder erschütternden Noir mit unmittelbaren Strassenszenen aus einer anderen Welt, Mailand, Ventimiglia, Paris 1960.

Ein über weite Strecken rasanter Film, höchst spannend auch in seinen Beziehungsgeflechten, bis mit Abel Davos’ Kraft am End auch der Film in Trauer absinkt.


(Vielleicht gilt das ja nur für das Wetter von St. Moritz, die können’s sich wohl leisten.)

Hier kann man Einblick in die Diskussion gewinnen, wie links oder rechts eine Band sein muss oder darf, um im Leipziger Conne Island auftreten zu dürfen.
Wirklich ein guter Zug, das zu veröffentlichen. Aber beim Lesen graut einem vor dem Jargon, der Aufmachung ihrer Seiten und dem Bemühen, über grosse Aussprachen und Belegketten ideologische Klarheit zu gewinnen. Zensur mit Begründung aus dem Plenum, welches Abbitte und Läuterung von den Kandidaten (hier die unterhaltsamen Oi!s Stomper98) verlangen kann.

Zürich - MÜNCHEN - Berlin
  • Musste auch gesagt werden

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany.