Archiv für Juni 2010

Ich find Nina Hoss ja toll.
Die Onlineauftrite von Spiegel und Süddeutsche auch.
Nina Hoss auf spiegel.de
Nina Hoss auf sueddeutsche.de

[UPDATE: inzwischen wurde der Kommentar gelöscht, und es dauert nun sehr lange, bis man sich durch die inzwischen 35 Seiten Kommentare durchgeklickt hat…]

Eine Frau hat mit ihrem Wagen einen Radler gezielt und ungebremst umgefahren, die SZ berichtet über das Urteil.
Die Online-Süddeutsche moderiert ja bekanntlich ihre Leserkommentare (von wegen der “Qualität der Nutzerdiskussionen”), und zwischen 19 und 8 Uhr sind sie grundsätzlich gesperrt. Heut aber hat ein engagierter Leser sich genau in den Schichtwechsel gezwängt und noch seine Deutung und einen freudigen Jagdruf abgelassen – um 19:01 Uhr:

Völlig überzogener Vorwurf:
Der Ärztin eine Tötungsabsicht zu unterstellen, ist ja wohl ein schlechter Scherz. Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass Sie diesem radelnden Anarchisten lediglich einen Denkzettel verpassen wollte, und dabei die Nerven und jedes Maß verloren hat. Dass es so weit gekommen ist, sollte nicht nur jedem Autofahrer sondern vor allem den 50% Radfahrern zu denken geben, die Verkehrsregeln für grundsätzlich nicht beachtenswert und sich selbst als schwächeren Verkehrsteilnehmer für generell im Recht befindlich halten. Angesichts dieser täglich anzutreffenden extremen Arroganz ist verwunderlich, dass es bisher nicht mehr Übergiffe auf Radr-Rambos gegeben hat.

leserkommentar sueddeutsche.de
(Die nebenstehende Anzeige der Abendzeitung fasst es ja auch nochmal kurz zusammen.)

Johannisplatz, Haidhausen

Heute mit Erstaunen und Amüsement die Feierabend-NZZ gelesen. Zum einen geht es um nationale Verkehrscharakteristika in Asien, zum anderen um die Umbenennung von Fussgängerstreifen in Zebrastreifen im genderbewussten Bern. Jeweils in einem Kommentar, und passenderweise auf demselben Druckbogen, Seite zwei und Seite 15. Links bemerkt Martin Koelling aus Tokio, der Japaner an sich bremse nicht an Zebrastreifen. Rechts bemerkt Urs Schoettli aus Peking, der Japaner an sich bremse selbstverständlich an Zebrastreifen. Bei beiden ist es eine gänzlich periphere Anmerkung, aber sie zeigt uns die grosse Meinungsvielfalt der alten Dame aus der Falkenstrasse.
NZZ über japanische Zebrastreifen
NZZ über japanische Zebrastreifen, zwei.
Und überhaupt, wer versteht schon den Japaner?

Foto-Klickstrecken, immer gut für innovative Aufmerksamkeitsgenerierung.
Wenn die automatisierte Weiterklickaufforderung das entscheidende Bildelement (hier: ein zeitweise von der Bildagentur weggeschnittenes Messer in der Bildecke) mal verdeckt, malt man halt noch einen Pfeil rein, oder? Nicht blöd, die Jungs bei Spiegel Online.
SpOn verdeckt die Tatwaffe

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