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… sofort unterschreiben, dass in den letzten Jahren kaum jemand die deutsche Sprache um so viele schöne Bilder bereichert hat wie Dendemann, ehemals Rapper von Eins Zwo. (Ich freu mich z. B. immer wieder über den “Dorftrottel, der arschkriecht, wie einer seiner G-Strings”, hihi.) Seit ein paar Jahren ist Dendemann solo unterwegs. Demnächst erscheint sein neues Album, wohl mit dem schönen Titel “Vom Vintage verweht”, für das ich an dieser Stelle einfach mal ungehört Vorab-Werbung mache. Vor allem deshalb, weil ich finde, dass das Video zu “Stumpf ist Trumpf 3.0″ jede Webseite der Welt schöner macht.


Dendemann – Stumpf ist Trumpf 3.0

Dendemann | MySpace Musikvideos

In 99 Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Es wird also höchste Zeit, auch hier mit diesem Thema anzufangen. Eine große Freude dieses Mal! Wir haben einen Gastautor! Ben Strack-Zimmermann, Fußball-Experte, Experte in Sachen Nationalmannschaften und Betreiber der gigantischen Datenbank www.national-football-teams.com. Wer zum Beispiel wissen will, wie die Spieler und ihre Clubs hießen, die 1996 für Samoa aufgelaufen sind, der ist dort genau richtig. Ben wird die einzelnen WM-Teilnehmer vorstellen, ihre Stars, Stärken und Schwächen beschreiben und einen Tipp für das Abschneiden im Turnier abgeben.

Heute geht es los mit Griechenland. Ich habe länger überlegt, welche Mannschaft den Auftakt machen sollte. Griechenland bietet sich an aus drei Gründen. Griechenland hat heute ein Testspiel gegen den Senegal. Nichts Besonderes. Fast alle WM-Teilnehmer haben heute Testspiele. Griechenland ist in der heute veröffentlichten FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste wieder unter den Top Ten, was mich am Wert so mancher Statistik zweifeln lässt, mich irgendwie sogar empört. Zum dritten, zugegebenermaßen sehr subjektiven Grund und auch Ursache meiner Statistik-Empörung: Es gibt kein Team, das mich in den letzten Jahren mehr genervt hat als die Griechen. Deshalb bekommt Griechenland die Ehre, an erster und zeitlich gesehen WM-fernster Stelle zu stehen. Aber jetzt hat Ben das Wort.

Griechenland, Gruppe B

von Ben Strack-Zimmermann

In mykenischer Zeit, so heißt es, sei es Brauch gewesen, das sich zwei Mannschaften treffen, um ein Spiel um einen Ball aus gefülltem Schafsdarm (Souvlakos) auszutragen. Höchstes Ansehen verdienten sich dabei die Spieler, die weise und bedächtig den Souvlakos in der Verteidigung hin- und herspielten, wenig geachtet wurde der verwegene Angreifer oder der Künstler am Ball. Letzterer wurde sogar gerne in der dritten Halbzeit in den Tartaros gestoßen. Otto Rehhagel war natürlich damals schon dabei, verstand sofort den tieferen Sinn des Ballspiels, und perfektionierte bis heute sein Credo, das man schön umschreiben könnte mit: “Scheiße im Weg rum stehen, aber dafür gibt es Fleißpunkte ins Klassenbuch für Sekundärtugenden wie Disziplin, Ausdauer, Robustheit, Einfallslosigkeit, Sturheit und sinnlichen Geruch nach ein klein bisschen zuviel Knoblauch/Ouzo”. Man spielt immer noch genauso elendig wie beim erstolperten Europameistertitel, nur bei weitem nicht mehr so erfolgreich. Trotzdem wird es wohl die erfolgreichste WM-Teilnahme aller Zeiten für Ottos Spielverweigerer, was nun aber auch nicht so irre überraschend ist. Beim bisher einzigen Auftritt 1994 erinnerte das Abschneiden mit drei Niederlagen und 0:10 Toren an andere lustige WM-Auftritte von Ländern wie El Salvador, Niederländisch Indien oder Zaire. Mit Argentinien und Nigeria hat man wieder zwei Vorrundengegner von damals in der Gruppe, vielleicht gelingt dieses Mal ein Tor.

Stars
In streng Berti Vogts’scher Dialektik folgt man dem Motto “Die Mannschaft ist der Star”, was wohl inzwischen endgültig heißt: “Stars? Ham wa nüscht”. Mit etwas gutem Willen kann man wohl Theofanis Gekas und Georgios Samaras von Celtic nennen, im Sturm sieht es generell nicht ganz so mau aus. Im Mittelfeld hingegen herrscht weitestgehend Ödnis, und auch hinten hat man mit Kyrgiakos und Moras eher so Viertelstars. Also “Die Mannschaft ist der Star” halt.



Talente
Sokratis Papasthopoulos vom FC Genua scheint aus sich einen ordentlichen Verteidiger zu machen, im Mittelfeld hofft man auf eine schnelle Entwicklung des Schalkers Pliatsikas. Dazu kommt dann noch Stürmertalent Costas Mitroglou von Olympiakos. In anderen Worten: Da kommt nichts nach.



Tipp
Eigentlich hat man eine prima Auslosung, die Argentinier spielen recht waidwund dahin, Nigeria ist wie immer eine undisziplinierte Wundertüte, und Südkorea hat außerhalb des eigenen Landes nun auch noch nichts gerissen. Trotzdem sollten alle besser als diese Rumpelgriechen sein, was uns dann hoffentlich auch von der Ära Rehhagel erlöst. Vielleicht mit einem zünftig geschrienen “Das ist Sparfußball!”, altersschwaches Schwertschwingen inbegriffen.

Griechenland auf national-football-teams.com

Zum Warmwerden nach längerer Blog-Pause: Wenigstens ein iPad-Jokus muss auch hier sein. Mein Lieblings bisher. Naheliegend natürlich.

iPad Nano from Creighton on Vimeo.

gesehen auf laughingsquid.com

Matthias EberlAußen Puff, innen die Hölle – diesen schönen, allein schon preisverdächtigen Titel trägt eine Web-Reportage von Matthias Eberl über einen unserer Münchner Lieblings-Absturzläden, das X-Cess. Für diesen Beitrag wurde der Autor mit dem Deutschen Reporter-Preis des Reporter-Forums ausgezeichnet.

Höchstwahrscheinlich zurecht, auch wenn ich die anderen Sachen gar nicht gesehen habe. Der Beitrag ist so komisch, dass ich ihn mir gleich mehrmals hintereinander angeschaut habe. Ursprünglich erschienen ist das Meisterwerk auf sueddeutsche.de (hier), allerdings um die schmierigsten, aber auch lustigsten Stellen beraubt. Naja, die werden schon wissen, was sie tun.

Man sollte sich die Reportage natürlich in voller Pracht auf der Seite des Autors anschauen. Da ist sie nämlich ungeschnitten.

oder: Wer Freunde hat, braucht keine Feinde.


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