Ghana, Gruppe D
von Ben Strack-Zimmermann
Spät hat sich eines der wichtigsten Fußballländer Afrikas erst bei einer Weltmeisterschaft präsentieren dürfen. Dafür war die Premiere in Deutschland gleich vielversprechend, konnte man doch die zweite Runde erreichen und dabei die arrivierten Tschechen demütigen. Vier Jahre später scheint man mindestens genauso gefährlich zu sein. War die Qualifikation in der ersten Gruppenphase noch recht holprig, so schaffte Ghana es dann doch, sich zu steigern und sich unterm Strich ziemlich mühelos zu qualifizieren. Das Team ist gut eingespielt und über die letzten Jahre organisch gewachsen. Man spielt für afrikanische Verhältnisse äußerst diszipliniert. Hinten solide, im Mittelfeld absolut brillant, nur vorne fehlen halt sichere Verwerter, aber auch da hat man qualitativ wenigstens in der Breite zugelegt. Beim Afrikacup trat man mit wenigen Stars fast schon mit einem B-Kader an und konnte trotzdem einen starken zweiten Platz erreichen. Die Gruppengegner sollten also gewarnt sein. Die schier endlosen Reserven in der fußballbegeisterten ghanaischen Jugend lassen für die nächsten Jahre noch Großes erwarten, aber eigentlich will man dieses Mal schon so richtig durchstarten und die Welt noch etwas mehr beeindrucken.
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