Slowenien, Gruppe C
von Ben Strack-Zimmermann
Zu Beginn dieses Jahrtausends hat Slowenien mit unbekümmertem Fußball seine Marke gesetzt. Die Jungs um Zlatko Zahovic stürmten, ganz im Gegensatz zum normalen Auftreten eines Außenseiters, munter und sinnlos drauflos, lieferten herrlich beherzte Auftritte ab – und schieden dann früh aus. Mehr kann so ein kleines Land eigentlich kaum erreichen, und so ist es jedes Mal als Überraschung zu werten, wenn die Slowenen sich durchsetzen können und zu einer WM-Endrunde kommen. Diesmal hat man Russland, die Tschechische Republik, Polen und das wiedererstarkte Nordirland in die Schranken gewiesen, fährt also sehr zurecht zur zweiten WM-Teilnahme. So krassen Hurrafußball wie damals wird man allerdings nicht zu sehen bekommen. Die Slowenen sind zunächst lieber mal auf Konter eingestellt – man könnte auch sagen, dass sie inzwischen gelernt haben, mit ihrer Kondition besser hauszuhalten und somit ab der 60.Minute nicht mehr auszusehen wie Iron Man-Teilnehmer nach dem Zieleinlauf (Kenner erinnern sich jetzt an das Aufeinandertreffen der Slowenen mit der Mannschaft Serbien-Montenegros im Jahr 2000). Insgesamt erscheint die Qualität auch diesmal nicht wirklich ausreichend, um die zweite Runde zu erreichen gegen England, USA und Algerien – ausser man hat eine Menge Glück und kämpft als verschworene Einheit bis zum Umfallen.
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