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Vorgestern im Tages-Anzeiger war es halt so eine ärgerliche Lokalzeitungs-Begeisterung, dass das Nazithema aus Deutschland nun auch in Zürich Schlagzeilen machen darf. Die Substanz unter der Überschrift “Zürcher Rabbi von deutschen Neonazis ermordet?” blieb Spekulation. Schön gibt es Fragezeichen.

Ermittler prüfen gemäss TA-Recherchen, ob der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) auch hinter dem Zürcher Judenmord stecken könnte. […] Der Sprecher der Zürcher Kantonspolizei, Werner Benz, wollte gestern nicht explizit bestätigen, dass der Fall Grünbaum neu aufgerollt wird. Er sagte aber: «Immer wenn sich ähnliche Straftaten ereignen, prüfen wir natürlich, ob es Verbindungen zu ungeklärten Tötungsdelikten bei uns geben könnte.» Eine solche Prüfung findet gemäss TA-Informationen nun statt.

Eine Routine-Prüfung also, ob man den Fall “neu aufrollen” werde.

Und jetzt freut sich auch sueddeutsche.de, dass es was zu erzählen gibt, mit Verweis auf und dem meisten Text vom Tages-Anzeiger:


Spuren des Neonazi-Trios führen nach Zürich


[…] Die Züricher Polizei konnte den Mordfall aus dem Jahr 2001 nie aufklären – nun gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Morden des Zwickauer Neonazi-Trios.

Immer diese Missverständnisse…

Neu hat die NZZ eine wöchentliche Lifestyle-Beilage im Programm: Soll & Haben, verantwortet vom fleissigen Herrn van Rooijen (der hat eine Wohnungseinrichtung, die aus genau solchen Printprodukten stammt, ich war mal dort).

Die neuen Seiten jedenfalls “eröffnen dem Leser eine genussorientierte, lebensbejahende Dimension von Lifestyle-Kennerschaft und Zeitgeist-Wissen.”
So alos sieht sie aus, die Zukunft der Zeitung.

Einführung "Soll & Haben in der NZZ

Do legst di nieda! Saarbrücken lag ja mal haarscharf neben Bayern, zu Königszeiten.
Wie darf ich in diesem Zusammenhang untenstehendes Schaufenster einer Saarbrücker Apotheke interpretieren?Wiesn im Schaufenster einer Saaarbrücker Apotheke.
Es ist zu schön, erlaubt mir noch ein weiteres:
noch mehr Wiesn im Schaufenster einer Saarbrücker Apotheke

Vom Oktoberfest eines lokalen Fussballklubs über die “Züri-Wiesn” am Zürcher Hauptbahnhof bis hin zu Oktoberfesten in Stäfa, Uster oder Winterthur, überall scheint man dem bierseligen, mit Schunkelmusik unterlegten Charme des Münchner Traditionsanlasses erlegen zu sein.


Riesenstimmung nämlich im daneben abgedruckten NZZ-Artikel. Der betrachtet den grossen Zuspruch, den die Schweizerische Volkspartei mit einem Wahlanlass hatte, für den sie das Oktoberfest der Kleinstadt Uster komplett mietete (!).

(…) (…) Auftritt Blochers, der im Wesentlichen darin bestand, vor der EU, der Europapolitik des Bundesrats und der Masseneinwanderung zu warnen sowie das Ausfüllen der Wahlzetttel zu erklären. Die blauweissen Rauten als Hintergrund des Auftritts schienen aber niemanden zu stören, Bayern ist ja nicht Europa.

Nationalratskandidatin Anita Borer in ihrer Rede über den Zusammenhang von ausländerfeindlicher Partei und Wiesn:

(…) sprach sie vom Werte erhaltenden und Kultur schaffenden Charakter von Traditionen wie jener des Oktoberfests. Als Schweizer Beispiele nannte sie die direkte Demokratie, die bewaffnete Neutralität und die Eigenständigkeit des Landes.

Leider hat die gute NZZ diese Artikel aus dem Lokalteil nicht frei im Netz.

Interview mit Walter De Gregorio, etablierter (Sport-) Journalist und nun als FIFA-Kommunikationsdirektor die neue Stimme vom Züriberg.

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