nicht mein buch. ganz und gar nicht. deswegen liegt es seit viel zu vielen wochen schon vorwurfsvoll auf dem schreibtisch: die liebe sabine vogel von der berliner zeitung wartet auf eine besprechung davon. und mir graut´s. weil die gerstenberg zwar gar nicht schlecht schreiben kann, aber wie fast alle ihre leipziger kommilitonen schwer an diesem pathos trägt, das aus nichts anderem als heißer luft besteht. diese sie-sah-sie-dachte-sie-tat-literatur geht mir langsam wirklich auf die nerven, was denken die sich eigentlich dabei? denken die sich überhaupt etwas dabei? was wollen die erzählen? ich kapier´s nicht. zudem erinnert mich das andauernd an nenas hübsch naives “hast du etwas zeit für mich, dann singe ich ein lied für dich”, aber das waren eben die 80er, da war das noch ok! gerstenberg jedenfalls hat – “solche geschenke” besteht aus 14 luftballons – nicht allzuviel zu erzählen, sondern faktiziert stattdessen bedeutungsschwanger durch die gegend. wohl in der hoffnung, dass sich die leser in dieser feier des ach-so-lakonischen (dies wort gehört ohnehin verboten) wiedererkennen, weil sie ebenfalls seit jahren in dem wissen leben, dass sie viel ‘tiefer’ sind und fühlen, als die welt es ihnen zugesteht und ihr umfeld es je ahnen würde. dass just das der größte beschiss seit der erfindung des subjekts ist, übersieht franziska gerstenberg völlig. deswegen gefällt mir das nicht. und deswegen stand drei wochen gar nix in dem gerstenberg.doc, seit zwei wochen steht da immerhin der erste absatz – den ich auch ganz gerne mag – doch nun sitze ich wieder dumm davor. to be continued ist wohl nur ein anderer begriff für den writers block.

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