in seinem jüngsten roman “du liebst mich, du liebst mich nicht” (tropen verlag) erzählt der autor jonatham lethem wie immer eine irrwitzige geschichte (diesmal mit einer nörgel-hotline und einem depressiven känguruh), im zentrum der geschichte steht jedoch die tatsächlich ja recht brisante frage ums urheberrecht in digitalen zeiten. und lethem meint die sache ziemlich ernst, er nennt das “the promiscuous materials project”: auf seiner website findet sich eine auswahl seiner geschichten und songtexte, mit dem hinweis “Feel free to adapt or revise them in any way, in full or in part.” (und auch schön: unter den faqs findet man die faq “Did anyone really ask these ‘frequently asked questions’, or did you just make them up yourself?”)
doch worauf ich eigentlich hinauswollte: in der zeitschrift literaturen und frei online gibt es lethems text “autoren aller länder, plagiiert euch!” zu lesen. und auf youtube ein gespräch darüber zu sehen und zu hören.

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