Das hier ist nur eine kleine Liste von Kommentaren zu Christian Krachts neuem Roman Imperium. Eigentlich sind das gar keine Kommentare zu Christian Krachts neuem Roman. Es sind Kommentare zu einem Kommentar von Georg Diez, der Christian Kracht wohl für rechts hält, für einen “Türsteher der rechten Gedanken” oder so. Ich kann nur ein Zitat zitieren, weil der Text von Diez gar nicht online zu lesen ist. Ich habe ihn zumindest nicht gefunden.

In der Zeit haben übrigens Iris Radisch, Uwe Timm und David Hugendick etwas zum Kommentar von Diez zu sagen. Aus der Zeit ist auch diese kleine Liste oben. Neben den Kommentaren gibt es noch die eigentliche Rezension von Adam Soboczynski. Das alles ist ja ganz lustig, nur:

Das verdammte Buch von Kracht erscheint heute!
Und es gibt Leute, die würden das Buch gerne noch lesen!
Und sie hätten zu der ganzen Debatte vielleicht sogar eine Meinung!
Aber sie können das Buch noch gar nicht gelesen haben!
Es liegt nämlich frühestens heute im Briefkasten!
Und das Allermindeste bei dieser ganzen Scheiß-Debatte wäre doch, dass der Spiegel den Text von Diez online stellt!

Ich hoffe, es ist reine Koketterie, wenn sich die deutschen Feuilletons darüber beschweren, dass der Kreis ihrer Leser eher klein ist.

Zu diesem Eintrag gibt es 2 Kommentare.

  1. Max
    20 Feb 12
    10:52

    Yep, hat mich auch mächtig geärgert, dieses ganze Feuilleton-Gerausche zur Verhinderung der eigenen Lektüre. Also hab ich mich auch bemüht, alle derartigen Artikel zu ignorieren und mir das eigentliche Buch gleich am Donnerstag gekauft.
    Bislang heitere Lektüre, ein paar Absonderlichkeiten zwar. Und soweit ich das nach der Hälfte beurteilen kann: kein Hinweis auf die falsche Gesinnung. Alelnfalls eine übertriebene Einbettung in damalige Zeiten.

  2. karl
    21 Feb 12
    13:24

    Mir macht das Buch bisher auch ziemlich Spaß.
    Das Lustige an dieser ganzen Debatte ist ja: Ein einziger Mensch hat wohl irgendwelche Probleme mit dem Roman, aber jeder, der irgendwo schreiben darf, glaubt, dem Autor zur Seite springen zu müssen. Debatte ist auch eher was anderes.
    Gerade eben habe ich “Der taumelnde Kontinent – Europa 1900 -1914′ von Philipp Blom gelesen. Das taugt wunderbar als Blaupause für Krachts Roman. Ständig fühle ich mich an Details daraus erinnert.

  • Musste auch gesagt werden

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