Haltestelle Bücherei

Markus Werner, mir bis vor kurzem völlig ubekannter Schweizer Autor. Sein Debut von 1984 fiel mir zufällig oder/und aus aktuellem Anlass in den Schoß. Bin begeistert: was für ein gnadenloser Umgang mit einem Protagonisten! Und was für eine gelungene Darstellung von Kopfkino-Unausweichlichkeit. Und was für eine allseitige Bloßstellung, vor allem der jeweils verharmlosenden Sprachlichkeit.

Beschreibung einer Kabine
1866, Twains erste längere Veröffentlichung, Berichte von den Hawaii-Inseln. Damals noch nicht Teil der USA, und grad hundert Jahre nachdem James Cook dort so unschön wie verdient gestorben war.
Seitenweise Langeweile, z.B. über die Bestattung einer Prinzessin, und dann wieder kapitelweise allergrösstes Vergnügen an seinem gnadenlosen Stil.


Höllisch sentimental, sein letzter Roman, 1958. Aber wieder Perlen, meine Herren…

Merve Dönerproduktion

Am 17. Juli 1987 wurde Jörg Fauser irgendwo bei München-Riem auf der Autobahn überfahren.
Wie er dahinkam, weiss man nicht so genau.

Aus diesem Anlass zeigt im Berliner Lichtblick-Kino heute Christoph Rüter eine Langfassung seines Dokumentarfilms Rohstoff – Der Schriftsteller Jörg Fauser, und Tiemo Rink schreibt einen langen Artikel im Tagesspiegel.

Eine Schweigeminute bitte, und ein Bier.

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