Haltestelle Kunstpark

eine werbung von wortfelds alexander svensson – fast schon in eigener sache -, der man nur beipflichten kann: ndr.de zeigt fatih akins film gegen die wand. online, ganz für umsonst und mit pausen, wann man eben will. anschauen!

Flatrate (Alkopops aus Freitag-Tasche) beim Pokern. Natürlich Texas Hold’em. In Berlin. Später Rauchen für uncool befunden, den VFB als würdigen Meister und Justin Timberlake als ganz beachtlich bezeichnet. Dazu Schäuble-Hysterie verurteilt (Verantwortung), Sicherheitsvorkehrungen als notwendig anerkannt (Terrorgefahr!) und mir geschworen, Werbung auf Blog einzuführen. Weitere “ToDos” notiert: spreeblick, basicthinking, niggemeier … auf blogroll setzen (Coolness, A-Blogs!). Leider MySpace-Login vergessen, um neue Erkenntnisse meinen “Freunden” mitzuteilen. Deshalb sofort getwittert. Heute große Scham, aber zum Glück Entschuldigung parat: Ich war gedopt.

Nachtrag (16 Uhr): Entsetzlich! Keiner kann ja irgendwas für nix! Alle waren sie gedopt: der Sichelputzer, medienjunkie, cBlog (mit erschütternder Chronik, wie sich die Ereignisse überschlugen), Prinzzess, wirbelwebber … So viele … War klar, keiner kann was dafür. Der Druck, dieser entsetzliche Druck!

Ich gehe ins Kino, müsste das auf Türkisch heißen – aber in meinem Fall ist damit leider nur die Originalversion von “Pirates Of The Carribean – Am Ende der Welt” gemeint. Falls ich mir den Film überhaupt anschaue. Ich vermute, dass es ein rechter Krampf wird. Nur so ein Gefühl, das mich gerne überkommt bei Filmen, deren Pressevorführungen so kurz vor dem Starttermin liegen, dass kaum noch darüber berichtet werden kann, auch wenn das, wie auf cinefacts diskutiert, in diesem Fall mit dem Schnitt zusammenhängen könnte. Sei’s drum!

Größer wäre meine Lust auf den Film, wenn ich etwas fleißiger Türkisch gelernt hätte und über die Präsens-Formen hinausgekommen wäre. Dann könnte ich nämlich bald sagen: Sinemadan geliyorum – ich komme gerade aus dem Kino, zwar immer noch im Präsens, aber immerhin aus KARAYIP KORSANLARI – DÜNYANIN SONU, der türkischen Sprachfassung des Films, die jetzt in sechs deutschen Städten (Berlin, Bochum, Essen, Hamburg, Köln und Stuttgart) für die etwa 2 Millionen in Deutschland lebenden Türken gezeigt wird. Das ist zwar sicherlich auch nur wieder Teil einer großen Blockbuster-Offensive, mit der man wirklich jeden Markt abdecken will, aber trotzdem finde ich das in diesem Fall bemerkenswert und sympathisch, wird doch einmal nicht gleich geblökt: Assimiliert euch! Lernt Deutsch oder geht in der Türkei ins Kino!

Ich werde auf jeden Fall wieder fleißiger Türkisch lernen. Und dann gehe ICH in der Türkei ins Kino und zwar während des wunderbaren Istanbuler Filmfestivals.

Will lovely woman do the proposing?
Will woman bosses run [politics?] as they now run the home?
Will the housemaid be a houseman?
Will horses be exhibited as curiosities?
Will politics be run on a philanthropic basis?
Will the Boston woman discover the north pole?
Will airships be provided for messenger boys?
Will men wear frilled shirt waists and women trousers?
Will the [unreadable] Mrs. Grundy be driven into a convent?
Will the college girl carry a cane and smoke a pipe?
Will there be free lunch stands for women?
Will men go to church evenings instead of to the club?
Will the wife kiss her husband goodby before starting off to business?

Fragen über Fragen stellte man sich auf dem Titelblatt des Newark Daily Advocat am 1. Januar 1901. Wie würde wohl das 20.Jahrhundert aussehen? Jetzt weiß man es und kann ganz lapidar sagen: Manches hat man damals durchaus richtig prognostiziert. Manches ist hanebüchen – wie das halt so ist, wenn man sich in der hohen Kunst der Wahrsagerei betätigt. Zu lesen ist das hier auf paleo-future.

Ansonsten findet man auf dieser wunderbaren Seite vor allem Vorstellungen von einer Zukunft, die so nie eingetreten ist. Das absurdeste Zeug, aus heutiger Sicht, zusammengetragen aus Zeitschriften und Büchern, Filmen und Broschüren. Da gibt es Gedankenlesemaschinen und Städte auf dem Meeresgrund, mechanische Menschen, Roboterrevolten und fliegende Autos und und und. Man sehe selbst!

Ich wage auch einmal eine Zukunftsprognose, “a look into the future that never was”: Wenn man da jetzt anfängt zu lesen und zu wühlen, dann wird man morgen feststellen, dass man sich gestern die nächsten Stunden doch anders vorgestellt hat – nämlich nicht vor dem Computer.

Also, weil es dort so schön ist, ein Link-Tipp: paleo-future.blogspot.com

(Gefunden via nerdcore)

“Der Prophet als Lügner” heißt jetzt also mein Text im Tagesspiegel zu der etwas leidigen Diskussion um Michael Moores Glaubwürdigkeit, ausgelöst durch den Dokumentarfilm “Manufacturing Dissent: Uncovering Michal Moore” der beiden Kanadier Debby Melnyk und Rick Caine. Wer ihn lesen mag: Hier geht’s lang ...

Und das Schönste an der ganzen Geschichte ist die Aufmerksamkeit, die dem wunderbaren Münchner Dokumentarfilm-Festival endlich, endlich in den bundesweiten Medien zuteil wird. Auf dem dokfest hatte der Film nämlich seine Deutschland-Premiere.

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Zürich - MÜNCHEN - Berlin
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