Haltestelle Volksschule

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.
Das weiss auch Spiegel online…
Muhammed Ali mit Trainer

Neu hat die NZZ eine wöchentliche Lifestyle-Beilage im Programm: Soll & Haben, verantwortet vom fleissigen Herrn van Rooijen (der hat eine Wohnungseinrichtung, die aus genau solchen Printprodukten stammt, ich war mal dort).

Die neuen Seiten jedenfalls “eröffnen dem Leser eine genussorientierte, lebensbejahende Dimension von Lifestyle-Kennerschaft und Zeitgeist-Wissen.”
So alos sieht sie aus, die Zukunft der Zeitung.

Einführung "Soll & Haben in der NZZ

Sind das die ersten sichtbaren Zeichen einer Inflation in diesem Galeria Kaufhof-Prospekt? Sieht für mich eher nach reiner Gier aus, aber ich habe ja keine Ahnung: Beim Todesstern sind immerhin 6 (!) exklusive Spielfiguren dabei.

Die Schock-Geschichte ist dann auch so dermaßen öde, dass … ach ja. Passiert ja dauernd und ist eigentlich nicht der Rede wert, aber diesmal war mir wirklich schleierhaft, wie diese Wörter zusammenpassen sollen. Ich habe nachgeschaut. So gesehen, eine gute Schlagzeile.

Vom Oktoberfest eines lokalen Fussballklubs über die “Züri-Wiesn” am Zürcher Hauptbahnhof bis hin zu Oktoberfesten in Stäfa, Uster oder Winterthur, überall scheint man dem bierseligen, mit Schunkelmusik unterlegten Charme des Münchner Traditionsanlasses erlegen zu sein.


Riesenstimmung nämlich im daneben abgedruckten NZZ-Artikel. Der betrachtet den grossen Zuspruch, den die Schweizerische Volkspartei mit einem Wahlanlass hatte, für den sie das Oktoberfest der Kleinstadt Uster komplett mietete (!).

(…) (…) Auftritt Blochers, der im Wesentlichen darin bestand, vor der EU, der Europapolitik des Bundesrats und der Masseneinwanderung zu warnen sowie das Ausfüllen der Wahlzetttel zu erklären. Die blauweissen Rauten als Hintergrund des Auftritts schienen aber niemanden zu stören, Bayern ist ja nicht Europa.

Nationalratskandidatin Anita Borer in ihrer Rede über den Zusammenhang von ausländerfeindlicher Partei und Wiesn:

(…) sprach sie vom Werte erhaltenden und Kultur schaffenden Charakter von Traditionen wie jener des Oktoberfests. Als Schweizer Beispiele nannte sie die direkte Demokratie, die bewaffnete Neutralität und die Eigenständigkeit des Landes.

Leider hat die gute NZZ diese Artikel aus dem Lokalteil nicht frei im Netz.

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Zürich - MÜNCHEN - Berlin
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