Dass ich momentan das Gefühl habe, eine neue Bewusstseinsstufe erreicht zu haben, liegt einerseits an Lars Jensen, andererseits am Sturmtief Emma. Erstgenannter hat vor ein paar Wochen in der FAS einen Artikel über die Fernsehserie “The Wire” geschrieben, der mir als ausgesprochenem Fan von Cop-Filmen gar keine andere Möglichkeit lies, als mir diese Serie schleunigst zu besorgen, um mit eigenen Augen zu sehen. Emma dagegen hat mir durch ihr Wüten draußen vor der Wohnungstür die nötige innere Ruhe gegönnt, um stundenlang ohne schlechtes Gewissen vor dem Fernseher sitzen zu können und die erste Staffel am Wochenende durchzusehen. Kurzes Resümee: Ich werde auch die Staffeln zwei, drei, vier und fünf anschauen – und zwar komplett, was ich bei keiner anderen Fernsehserie bisher getan habe, weil mich Serien im Normalfall einfach langweilen und ich im Fernsehen bisher beim besten Willen keinen recht viel größeren Sinn sehen konnte, als mir ab und an Fußballspiele (ehrlicher: fast jedes) anzuschauen. Natürlich hat auch “The Wire” so gut wie gar nichts mit dem deutschen Fernsehen zu tun. Die Serie wurde vom amerikanischen Privatsender HBO produziert. Und selbst wenn einer dieser deutschen Privatsender diese Serie zeigen würde, könnte ich es nur unter Schmerzen ertragen, weil ich diese dauernden Werbeunterbrechungen nicht aushalten kann, wie ich bei meinem Fernsehversuch mit “24″ einfach einsehen musste. Ich habe doch keine Lust, mir alle zehn Minuten mit voller Grausamkeit zeigen zu lassen, was ich für diese Menschen bin: Quotendepp für Werbekunden. Aber es geht ja hier um “The Wire” und nicht um RTL.
Tatsächlich musste ich einsehen, was vielleicht altbekannt ist, mir ignorantem Cineasten allerdings bisher wie ein Lippenbekenntnis erschien: Es könnte tatsächlich ein Fernsehen geben, das in mancher Weise dem Kino überlegen ist. Banal? Kann sein. Für mich ist das beinahe weltbild-erschütternd. Man kann tatsächlich über dreizehn Stunden eine mordskomplexe Geschichte erzählen, ohne jedes Mal zu Beginn zusammenfassen zu müssen, was bisher passiert ist. Man kann Charaktere derart entwickeln, dass sich ganz nebenbei komplexe, changierende Persönlichkeiten ergeben, die je nach Situation sympathisch erscheinen, dann jedoch wieder äußerst fragwürdig. Man kann tägliche Basis-Polizeiarbeit mit komplizierten politischen Machtspielchen verschränken, Intrigen, Ränkeschmiedereien, Druck und Gegendruck entwickeln, ohne dabei den Plot geschweige denn die Glaubwürdigkeit zu verlieren. Schwer beeindruckend, wie hier die Rädchen ineinander greifen, wie langfristig angelegte Subplots später Bedeutung bekommen, wie Hauptplots sich in Luft auflösen und man sich ähnlich gefrustet wie jene Polizeieinheit fühlt, weil ein scheinbar erfolgsversprechender, mit großem Ermittlungsaufwand angelegter Weg in eine Sackgasse mündet. Wahrscheinlich funktionieren gute Serien immer so. Vielleicht habe ich einfach noch keine mit genug Ausdauer angeschaut. Sonst würde mir jetzt vielleicht nicht gar so ein Licht aufgehen. Egal! Mein Problem. “The Wire” (Wikipedia) ist zumindest, soweit ich das nach Staffel 1 einschätzen kann, sensationell. “Copy that!”, wie wir Baltimore-Cops zu sagen pflegen. Check’s halt!
Ich wollte hier mal nur eben kurz meine neue Geldbörse präsentieren. Sie ist zwar nicht sonderlich praktisch, dafür aber umso stylischer. Da gibt’s nichts zu diskutieren. Der Style kommt hier weniger über das Design (obwohl ich das silberne Gewerbeband als Oberfläche sehr schick finde), sondern vielmehr über den Nutzen. Die Geldbörse ist nämlich immun gegen die Schnüffelei von RFID-Lesegeräten, weil sie innen mit Alufolie ausgekleidet ist. Alufolie lässt die Strahlen der Lesegeräte nicht durch, wenn sie dick genug ist. Zugegebenermaßen habe ich die Börse etwas windschief gebaut. Diese blöden Klebestreifen entwickeln da ein ganz schönes Eigenleben, wenn man sie millimetergenau aneinander pappen will. Die Anleitung zum Bau dieses
Lost in einem Flash-Spiel, im Ernst, ich finde nicht mehr raus! Was nicht weiter schlimm ist, weil das der Sinn des Spiels ist. Schlimmer ist, dass mich dieses Spiel schon geraume Zeit ziemlich fasziniert. Man muss einfach aus einem Raum entkommen, klassisches Point-and-Klick. Aber meine Fresse! Das Spiel packt mich an meiner Denker- und Knobel-Ehre! Es heißt 