Haltestelle Volksschule

das mag vielleicht ein gutes zeichen sein, ist aber grad doch doof: weil sowohl heise als auch der perlentaucher medienticker den ersten TV 2.0 Sender – mit user generated content – bewerben, wollte ich mir das gleich mal ansehen. doch scheinbar bin ich da nicht die einzige:

Das kann doch alles kein Zufall mehr sein: LEGO World City 7034 – Überwachungs- und Abhörtruck (entdeckt auf argh.de). Da steckt doch ein ganz fieser Plan vom großen Bruder dahinter. Naja, vielleicht ist das ein bisschen zu paranoid. Aber wer schenkt denn einem Sechsjährigen (empfohlenes Mindestalter des Herstellers) so etwas ernsthaft zum Spielen?

Schön ist dazu die Kurzbeschreibung auf amazon:

(…)In World City ist immer und überall etwas los! Du entscheidest, wo und wann die Stadt zum Leben erwacht. Denn du bist gleichzeitig Architekt und Einwohner.

Mit World City ist grenzenloser Bauspaß vorprogrammiert. Lass deiner Fantasie freien Lauf und denke dir immer wieder neue Abenteuer in deiner Stadt aus!

Grenzenloser Bauspaß, freier Lauf der Fantasie in diesem Kontext, Einwohner und Architekt zugleich, neue Lego-World-City und so schön! Da gruselt’s andere anscheinend auch oder warum sind sie sonst beim Lego-Überwachungs-Truck gelandet?

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Wer´s noch nicht gelesen hat, wie freimütig und fraglos sich die WAZ an Texten freier Journalisten bedient, dem seien hier die Erfahrungen des Medienjournalisten Peer Schader empfohlen.Und wie die Geschichte weiterging. Sehr hübsch! Und furchterregend!

Nachtrag (19. April): Und hier sollte man lesen, wie die Geschichte dann doch einigermaßen glimpflich mit einer Einigung zu Ende ging.

Sicherlich ist es eine Kunst, gute Drogen von schlechten unterscheiden zu können. Die Relevanz dieser Fähigkeit für die Praxis wagt sicherlich niemand in Frage zu stellen. Folgerichtig dokumentiert die netzeitung in ihrem Feuilleton Ausschnitte aus einem Buch von Ingo Niermann und Adriano Sack über Drogen. In diesem Artikel erfährt man dann, wie man gutes Kokain von schlechtem unterscheidet und einiges über den “würzig-süßen Geruch” von Haschisch. Süß ist dann auch die Rückversicherung der netzeitung – für den Fall, dass sich ein Leser tatsächlich ein Stück Haschisch in den Hintern stecken sollte (eine Methode des Konsums, die sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben sollte – so dachte man sich wohl – ebensowenig wie jene, sich einen LSD-Trip unters Augenlid zu schieben). Aber weiter im Text:

Aber vergessen Sie nicht: Illegale Drogen werden nicht dadurch legal, dass man möglichst viel über sie weiß. Und gesünder werden sie dadurch auch nicht. Wer fit bleiben und alt werden möchte, kauft im Biomarkt, treibt Sport und denkt über Bewusstseinserweiterung erst lieber gar nicht nach.

Muss er auch nicht mehr. Nach so einem Satz ist zum Thema Bewusstseinserweiterung eigentlich alles gesagt – zumindest über die Möglichkeiten das Feuilletons, einen nicht unerheblichen Teil dazu beizutragen. Oder war das ein Witz?

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