Sicherlich ist es eine Kunst, gute Drogen von schlechten unterscheiden zu können. Die Relevanz dieser Fähigkeit für die Praxis wagt sicherlich niemand in Frage zu stellen. Folgerichtig dokumentiert die netzeitung in ihrem Feuilleton Ausschnitte aus einem Buch von Ingo Niermann und Adriano Sack über Drogen. In diesem Artikel erfährt man dann, wie man gutes Kokain von schlechtem unterscheidet und einiges über den “würzig-süßen Geruch” von Haschisch. Süß ist dann auch die Rückversicherung der netzeitung – für den Fall, dass sich ein Leser tatsächlich ein Stück Haschisch in den Hintern stecken sollte (eine Methode des Konsums, die sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben sollte – so dachte man sich wohl – ebensowenig wie jene, sich einen LSD-Trip unters Augenlid zu schieben). Aber weiter im Text:

Aber vergessen Sie nicht: Illegale Drogen werden nicht dadurch legal, dass man möglichst viel über sie weiß. Und gesünder werden sie dadurch auch nicht. Wer fit bleiben und alt werden möchte, kauft im Biomarkt, treibt Sport und denkt über Bewusstseinserweiterung erst lieber gar nicht nach.

Muss er auch nicht mehr. Nach so einem Satz ist zum Thema Bewusstseinserweiterung eigentlich alles gesagt – zumindest über die Möglichkeiten das Feuilletons, einen nicht unerheblichen Teil dazu beizutragen. Oder war das ein Witz?

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