… beginnt mit einem nachtrag vom samstag, der zum glück noch online steht: heribert prantl hat sich in der sz gedanken über das duale rundfunksystem gemacht, in gewohnt hübscher manier: “Das ehemals einheitliche Fernsehvolk wärmt sich mal hier und mal da; vor allem die Jungen rennen zu privaten Feuerzauberern. ‘Wärmegeld’ zahlt man überall: bei den Öffentlich-Rechtlichen in Form von Gebühren; bei den Privaten in Form von Werbung, die in so kurzer Folge verabreicht wird, dass man unmöglich jedesmal aufs Klo gehen kann.” ebenfalls aus einer bereits im altpapier gelandeten, aber online noch lesbaren sz kann man thomas steinfelds text über desperado-tomaten empfehlen. Leider nur gedruckt, dafür brandaktuell, nämlich von heute, ist der artikel über anselm kiefer, der sein im südfranzösischen befindliches atelier “la rebaute” der guggenheim-stiftung überlässt. das wäre nicht die nachricht, wenn dieses foto nicht darüberstünde, das dieses völlig wahnsinnige atelier – eine ehemalige seidenspinnerei – zeigt.
and now, something completely different: endlich scheint es der media-saturn-geiz-ist-geil-wir-sind-billig-und-willig-holding wenigstens ein bisschen an den kragen zu gehen – das berichtet nicht nur die süddeutsche, sondern auch spon.
desweiteren erfreulich: der erste teil eines 39-fragigen interviews mit dem glorreichen peter glaser, der nicht nur mitglied des chaos computer clubs ist, sondern auch schon mal den bachmannpreis gewonnen hat. “Von dem fast schon wagnerianischen Getöse, mit dem hierzulande die digitale Revolution ausgerufen wurde, ist kaum noch was übrig”, sagt er da etwa.
und schließlich der verbrauchertipp: da der karl vermutlich nicht der einzige ist, der mit den telefonmarketendern so seine probleme hat, sei hier auf frank verwiesen, dessen telefonnummer man an solche menschen freimütig weitergeben darf. der kümmert sich dann drum: “frank geht ran” heißt diese wunderbare einrichtung von steffen persiel.

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