Dieses Blog ist ja hoffentlich schon bekannt für seine positive Einstellung gegenüber Autofilmen (wie hier, hier und hier).
Heute aber keine Hymne auf einen weiteren, sondern nur die beiläufige Erwähnung von Espion, lève-toi, der so vielversprechend daherkam, nämlich mit Lino Ventura, Michel Piccoli und Musik von Ennio Morricone, von 1982. Dann spielt er noch in Zürich, fast alles bei uns hier um die Ecke gedreht, ein Abstecher nach München, Linksterroristen und Geheimdienste… aber mehr als Charme und Lokalkolorit hatte er dann nicht zu bieten. Schade, die Verwirrnis der Hauptfigur wurde nicht produktiv, sondern beliebig und umfassend. Ein kleiner Eindruck von den Dreharbeiten ergänzt meinen eigenen.
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Bildquelle: imcdb.org

Aber! Beim Rumrecherchieren dazu stiess ich auf die tolle Seite Internet Movie Cars Database, wo anhand von Standbildern eifrig Typ, Baujahr und Rückleuchten der mehr oder weniger handlungstragenden Autos aller möglichen Filme diskutiert werden. Unbedingt besuchen, wer auch nur einen Funken Interesse für Filmbetrachtung hat. Und alle klassifiziert nach ihrer Bedeutung: bloss im Hintergrund, kleine Rolle bei Verfolgungsjagd, grosser Auftritt. Und alle werden mit der gleichen Ernsthaftigkeit diskutiert. Echtes Fantum! Auf der Startseite sind direkt alle Marken aufgelistet, die Filmliste ist dagegen gut versteckt.
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Wie Kino immer die Möglichkeit bietet, einen wie auch immer gearteten eigenen Zugang zu finden und auszuleben! Und über irgendwelche Elemente dann Inhalt definieren… die Übersichtsseiten der einzelnen Filme zeigen natürlich nur Bilder mit Fahrzeugen, und so entstehen ganz andere Zusammenhänge aus dem gleichen Ausgangsmaterial.
So spannend! Danke, Internet!

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