als einer, der sich schon länger bemüht, dagegen zu halten, sei noch der npd-watchblog erwähnt, weil er gerade für den grimme online award nominiert ist. über den wiederum peer schader im moment recht erzürnt ist und sich dabei, wie ich finde, in etwas hineinsteigert, dass die eher unspektakuläre grimme-prozedur zu einer eitlen und bestechlichen veranstaltung aufbläst, die es schlichtweg nicht ist (sagt eine – eitelkeit an – die es weiß, weil sie selbst schon in der grimme-jury saß). nur nicht gleich wieder verschwörungen vermuten… noch in jedem jahr waren bei nominierungen und auszeichnungen ein paar seltsamkeiten dabei, über die sich glücklicherweise bestens streiten lässt. was erfahrungsgemäß nicht daran liegt, dass grimme irgendwen absichtsvoll bevorteilt, sondern allein daran, dass verschiedene menschen, i.e. verschiedene geschmäcker zusammenkommen und entscheidungen fällen bzw. kompromisse eingehen.

Zu diesem Eintrag gibt es 4 Kommentare.

  1. Peer
    16 Mai 07
    20:25

    Och, ich finde, wenn sich ein Veranstalter aufs Fähnchen schreibt, “eine beispielhafte Orientierung für publizistische ‘Qualität im Netz'” bieten zu wollen (wie Grimme im GOA-Statut), klingt das sogar sehr eitel, und dann darf man sich auch mal in was hineinsteigern :-)

  2. katrin
    16 Mai 07
    20:39

    och, natürlich darfst du das – liest man ja ohnehin lieber… was mich nur wundert ist, dass man langsam den eindruck bekommt, grimme würde derartige reaktionen geradezu herausfordern (der vergleich mit dem bachmannwettbewerb trifft´s evtl. ganz gut) – an jana hensels radikal-rundum-schlag in der sz erinnerst du dich vermutlich auch noch – und das verstehe ich nicht, da rätsle ich weiterhin herum. ist es der pathetische ton – den du ja auch zitierst – oder was ist das? bin für jede art von hinweisen dankbar…

  3. Peer
    16 Mai 07
    21:08

    Ich glaube nicht, dass man die Kritiken vergleichen kann, ich teile Hensels Kritik auch nicht (sorry, “Zapp”).

    Beim GOA habe ich nur schon seit längerem Gefühl, er wird nur deshalb verliehen, weil man ihn jetzt nicht mehr einstellen kann. Richtig ernst scheint das jedenfalls keiner zu nehmen. Vielleicht war das tatsächlich mein Fehler: das Gegenteil zu erwarten.

  4. katrin
    16 Mai 07
    21:59

    hola!, pathos-dispo aufgebraucht: natürlich kein fehler, sondern ein gutes recht, von grimme das gegenteil zu erwarten. eben weil ich das auch tue, fände ich es schade, wenn es den goa nicht mehr gäbe. dass er nur noch existiert, weil er nunmal existiert, denke ich keinesfalls; grimme sieht sich da, glaube ich, schon in der pflicht, und das ja nicht zu unrecht. oder würdest du bereits hier widersprechen? sind wir uns nicht einmal darin einig, dass es prinzipiell ganz schön ist, dass just das grimme-institut auszeichnungen für websites vergibt? oder geht es eher um die frage: wieso kommt da nix gescheites bei raus? dann wären vielleicht die modalitäten der arbeit der nominierungskommission interessant – darüber weiß ich allerdings gar nichts, da müssten wir wohl wortfeld-alexander ins boot holen.

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