Das will ich schon seit vergangenem Donnerstag posten:
Natürlich die alte Leier der gegenseitigen deutsch-schweizerischen Verständnislosigkeit, viel mehr aber die wie immer unseriöse Tagi-Arbeit.
Das bittere Resumee des scheidenden Schauspielhaus-Intendanten war offenbar nicht dramatisch genug.

Hartmann: Da wird dann die schweizerische Gesprächskultur problematisch: Ich weiss nicht mehr, wo sie Raum für andere Meinungen gibt und wo sie Heuchelei ist.
Tagi: Abgesehen vom Schauspielhaus wird in Zürich also viel gelogen.
Hartmann: Wahnsinnig viel.



Was dann direkt zur Überschrift in Anführungsstrichen führt:
“In Zürich wird wahnsinnig viel gelogen”
Man kann ja gern zusammenfassen, aber hier riechts schlecht…

Auch, weil der Interviewer die gleiche Dünnhäutigkeit an den Tag legt:

Tagin: Da müssen Sie sich sehr fremd vorgekommen sein in diesen vier Zürcher Jahren.
Hartmann: Ich habe hier auch sehr viele gute Freunde gewonnen.
Tagi: Schweizer?
Hartmann: Ja
Tagin: Dabei haben die Schweizer doch immer das Bedürfnis, sich zu definieren und abzugrenzen?
Hartmann: Journalisten haben dieses Bedürfnis am stärksten.
Tagi: Einmal mehr sind die Medien schuld.


Ach ja, schon vor einem Jahr hatte Hartmann sich unbeliebt gemacht mit einem Beitrag in der NZZ, der viel entspannter und nachvollziehbarer das Gleiche beklagte (bei allen Artikeln lohnt sich ein Blick in die Kommentare).

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