Bill CallahanSo ein Schmarrn! Da sitzt man oft wochenlang herum und wartet darauf, endlich mal wieder auf ein Konzert zu kommen und dann so was: morgen spielen fast ein halbes Dutzend interessanter Musiker gleichzeitig. Wer sich so was ausdenkt?!? Okay, die Texaner Explosions In The Sky mit ihren instrumentalen Soundflächen hätte ich mir im Feierwerk vielleicht nicht unbedingt angeschaut, müssen aber live wirklich gut sein. Und Elektrofrickler und Turntable-Rocker Schneider TM treibt in den Kammerspielen erst in der Spätschicht die Beats an. Ist also durchaus mit einem zweiten Konzert zu kombinieren. Dass aber Dinosaur Jr. und Bill Callahan gleichzeitig spielen, da bin ich echt sauer. Die Indierock-Heroen waren letztes Jahr nur als Vorband der Red Hot Chili Peppers im Olympiastadion da, davor vielleicht vor zwanzig Jahren. Morgen also in der Muffathalle. Und Bill Callahan hat auch zuletzt in den 90ern seine meditativen Depri-Epen zelebriert. Damals, meistens im Substanz, machte er alles allein und nannte sich Smog. Jetzt hat er eine Band und nennt sich Bill Callahan. Lustig. Aber da ich letztes Jahr für einen Chili-Pepper-freien Auftritt von Dinosaur Jr. extra nach Berlin gefahren bin – was sich sehr gelohnt hat – wird es morgen der Herr Callahan im Orangehouse werden. Der hat auch noch den schottischen Barden Alasdair Roberts dabei, zu dessen Balladen man sich allein schon prima betrinken könnte. Aber Gitarren-Gott J. Mascis gleichzeitig in der Stadt zu wissen…

Also bitte: schön sich morgen beschallen lassen und dann schreiben, wie’s war. Der Schatten auf dem Callahan-Bild ist übrigens Joanna Newsom, mit der er seit einiger Zeit liiert ist.

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