Eine Meldung aus der Welt der Musik: Buback feierte am Freitag in der Berliner Volksbühne, dass es seit 20 Jahren ein linkes Hamburger Label ist und – Plakatslogan! – MEHR ALS EINE HOLDING. Eher so eine Art große Familie und so wurde die Nacht auch von Berlinern als “äußerst angenehm und extrem entspannend” empfunden. Zuerst gab es einen Film über Die goldenen Zitronen, dann kam Adolf Nosie, dann Ja König Ja und schließlich FSK, die jetzt auch auf Buback sind.
FSK waren mit Abstand der Höhepunkt des Abends. Adolf Noise hat genervt, auf jeden Fall mich. Er hatte einen Mundschutz auf, wie ein Chirurg oder Zahnarzt und man wußte nicht, wo er Bazillen vermutet: In der Musik, in der Halle oder bei den Fans. Die Musik war seltsam, driftend, intellektuell und irgendwie ich kann mir nicht helfen, der Sound eines Sucker MCs. Vielleicht bleibt DJ Koze tief in seinem Herzen doch ein Hip Hopper und antwortet derart subtil aggressiv auf Aggro Berlin.
Zu Ja König Ja kann ich nichts sagen, obwohl ich sie gehört habe. Und der Star von FSK – das reimt sich – war Michaela Melián, nicht ihr Mann. Sie hat ihre schönen braunen Haare vor ihr Gesicht gehängt und nur durch ihre Haltung zitiert. Meinecke hat dagegen seine Welt der unentrinnbaren Doppelcodierung so penetrant zur Schau gestellt, dass auch die wippende Hüfte die Peymannsche Performance nicht mehr rausreißen konnte.

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