Kaum hatte ich meine erste AC/DC-Platte gekauft, wurde mir schon dieses ekelhafte Buch “Rock im Rückwärtsgang” eines Michael Buschmann in die Hand gedrückt. Meine Ministrantengruppe bekam sich kaum noch ein ob der Perfidie dieser verbrecherischen Rockstars. Mit aller Macht würden sie unser Unterbewusstsein vergiften und uns in die Fänge Satans treiben mittels – Jetzt heißt es stark sein! – backward masking. Tonband-Geräte haben wir damals umgebaut, um die schlimmen Stellen zu entschlüsseln. Nie hat man irgendwas verstanden, aber trotzdem gab es wochenlange, empörte Diskussionen. Gott, warum hast du uns verlassen? Zugegebenermaßen war auch ich damals für kurze Zeit erschüttert, ein paar Wochen lang, bis sich mein gesunder Menschenverstand mit aller Macht zurückmeldete und mir immer klarer wurde, wie perfide diese Christen den ewigen Kniefall erzwingen wollten. Fast schade, dass ich mich das heute alles nicht mehr gruselt. Damals war die Welt noch so spannend. Heute muss ich vor allem grinsen beim Anhören der Backward-Masking-Beispiele, die Jeff Milner auf sein Blog gestellt hat. Der Mann ist wohl Spezialist dafür und lässt alles und jeden rückwärts laufen.
(via bkanal.ch)

Nebenbei: Kennt jemand noch den früheren Profi-Skater Natas Kaupas? Den fand ich damals besonders lässig. Aber wenn der mal nicht mit diesen Rockmusikern unter einer Decke steckte bei diesem Vornamen … Nur: Was heißt dann “Sapuak”? Am Ende wirklich “Gott” in irgendeiner alten Sprache, wie hier unter Berufung auf das Thrasher Magazine behauptet wird. Das war alles so perfide damals …

Zu diesem Eintrag gibt es noch keinen Kommentar.

  • Musste auch gesagt werden

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany.