Gestern war ich bei einer Lesung von William Gibson und erstaunt darüber, wie sophisticated der Autor von “Neuromancer” war. Er sah ein wenig aus wie Hans Beimer aus der Linderstraße, nur eleganter, und plauderte sehr amüsant darüber, dass Science Fictions eigentlich immer in der Gegenwart spielen würden (1984 also 1948) und er der Meinung sei, heute würden wir alle im Cyberspace leben und “irgendwo draußen” sei die Real World. Sein neuer Roman “Quellcode” wurde auch vorgestellt – nicht schlecht fand ich die Idee der GPS – Kunst. Grob gesagt ging es um virtuelle Kunstwerke, die man nur mit einem Zusatzgerät auf dem Handy sehen kann. Beispielswiese ein Denkmal für River Phoenix auf dem Hollywood Boulevard. Ansonsten ging es noch um Expatriots und Musikjournalistinnen und auf die Frage, warum eigentlich alle immer Angst hätten in seinen Romanen, meinte Gibson, die Idee, Menschen hätten in der heutigen Zeit keine Angst, ginge über seine Vorstellungskraft.

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Zu diesem Eintrag gibt es 2 Kommentare.

  1. Chris
    07 Mrz 08
    09:13

    …Moin. War gestern in Köln auf eienr Lesung von Ihm. Bin mächtig beeindruckt,…bzw. noch faszinierter als vorher von diesem genialen Kopf!

  2. nadja
    07 Mrz 08
    13:39

    na ich ja eben auch:- genial weiß ich nicht, aber eben sehr weiterentwickelt. ich hatte plötzlich das irreale gefühl, in den nächsten wochen alles von gibson lesen zu müssen, um einzusteigen in diese doppelbödige wirklichkeit.

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