Besonders die hohe Feinstaubkonzentration mache das Shisha-Rauchen so ungesund, heißt es in einer Studie (hier dazu auf TSP-Online), die vom Berliner Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg vorgestellt wurde. In den separierten Räumen der orientalischen Restaurants im Bezirk habe man eine höhere Belastung pro Kubikmeter Luft gemessen als in Diskotheken oder Bars. Man solle doch reine Shisha-Lokale demnächst schließen. Generell sei man ja falsch informiert über die Gefahren, die der typische Shisha-Tabak mit sich bringt. Jetzt hat man Angst um die Jugend, wohl zurecht, wie die Studie belegt.

Demnach rauchten nach Auswertung von 1147 Fragebögen bereits 31 Prozent aller 10- bis 16-Jährigen Schüler Wasserpfeife.

Erschreckend! Man sollte was unternehmen!
Ach, ich kann es mir doch nicht verkneifen und petze: Mit Wasserpfeife meinen die jungen Leut von heut Bong, Blubber, Kolben, Stutzen, Geschoss, Glasmoped oder Turbine und rauchen tun sie damit auch nicht, sondern saugen daran, prallen oder brezeln sich zu damit, schießen sich weg, vernichten sich, machen sich blöd, löschen ihre Lampen oder katapultieren sich damit in den Orbit resp. die Umlaufbahn. Mit ziemlicher Sicherheit machen sie das auch nicht in irgendwelchen Hinterzimmern orientalischer Restaurants, sondern daheim vor Glotze und Playstation und es ist auch nicht Shisha-Tabak, was die da in diese Wasserpfeifen stopfen. Höchstens als Grundlage.

… beginnt mit einem nachtrag vom samstag, der zum glück noch online steht: heribert prantl hat sich in der sz gedanken über das duale rundfunksystem gemacht, in gewohnt hübscher manier: “Das ehemals einheitliche Fernsehvolk wärmt sich mal hier und mal da; vor allem die Jungen rennen zu privaten Feuerzauberern. ‘Wärmegeld’ zahlt man überall: bei den Öffentlich-Rechtlichen in Form von Gebühren; bei den Privaten in Form von Werbung, die in so kurzer Folge verabreicht wird, dass man unmöglich jedesmal aufs Klo gehen kann.” ebenfalls aus einer bereits im altpapier gelandeten, aber online noch lesbaren sz kann man thomas steinfelds text über desperado-tomaten empfehlen. Leider nur gedruckt, dafür brandaktuell, nämlich von heute, ist der artikel über anselm kiefer, der sein im südfranzösischen befindliches atelier “la rebaute” der guggenheim-stiftung überlässt. das wäre nicht die nachricht, wenn dieses foto nicht darüberstünde, das dieses völlig wahnsinnige atelier – eine ehemalige seidenspinnerei – zeigt.
and now, something completely different: endlich scheint es der media-saturn-geiz-ist-geil-wir-sind-billig-und-willig-holding wenigstens ein bisschen an den kragen zu gehen – das berichtet nicht nur die süddeutsche, sondern auch spon.
desweiteren erfreulich: der erste teil eines 39-fragigen interviews mit dem glorreichen peter glaser, der nicht nur mitglied des chaos computer clubs ist, sondern auch schon mal den bachmannpreis gewonnen hat. “Von dem fast schon wagnerianischen Getöse, mit dem hierzulande die digitale Revolution ausgerufen wurde, ist kaum noch was übrig”, sagt er da etwa.
und schließlich der verbrauchertipp: da der karl vermutlich nicht der einzige ist, der mit den telefonmarketendern so seine probleme hat, sei hier auf frank verwiesen, dessen telefonnummer man an solche menschen freimütig weitergeben darf. der kümmert sich dann drum: “frank geht ran” heißt diese wunderbare einrichtung von steffen persiel.

endlich kann ich auch mal witzig, und das mit nur zwei wörtern, dem karikaturen-baukasten des titanic-magazins sei dank! und so lustig bin ich also:
weltherrschaft.gif
es dürfte demnach nicht schwer werden, was besseres zu basteln: ihr macht vorschläge, wir werden sie annehmen.

mit schrecklicher freude muss ich feststellen, dass der wunderbare und zudem mehr als nur ansehnliche oliver gehrs –

(versuch eines beweisbildes)
gehrs.JPG

– jetzt auch noch – ja, wie hieß das noch: video-podcastet, vloggt, clippt, ach keine ahnung. jedenfalls kann man gehrs – seines zeichens einer der beiden chefredakteure des dummy-magazins – nun also endlich nicht mehr nur lesen, sondern auch sehen, hören, genießen, und das bereits seit februar, wie ich leider eben erst – dankend sei hier immerhin auf popkulturjunkie verwiesen – feststelle. zum glück kann man sich alle videos ja weiterhin anschauen, was ich jetzt umgehend tun werde. ach ja: natürlich geht es in der video-kolumne um medien und dabei natürlich um gehrs lieblingsmedium, den spiegel. “blattschuss” heißt das dann, und ab sofort soll´s das wöchentlich geben. schon wieder freude!

kurz reingeguckt, schon kann ich empfehlen: hallo, liebe zielgruppe. heute geht es um alte säcke.

… durch die medien:
die taz besuchte matthias ehlert und michael angele, die seit jahresanfang als doppelspitze die netzeitung leiten, während sich der ehemals alleinige chef michael maier um das projekt readers edition kümmert, wovon man ohnehin nix mehr hört. liest das eigentlich irgendwer (die ich-bin-fei-jetzt-auch-journalist-autoren selbst mal ausgenommen)?
und dann war da noch der dsds-kandidat max buskohl, der spon ganz freimütig berichtet (unter der rubrik “schulspiegel – leben U21″, wie nett), dass – bevor alle für ihn zum hörer griffen – längst klar war, dass er aus der show aussteigen wird. was das eigentlich für rtl bedeuten sollte, hat natürlich stefan niggemeier wieder als erster zusammengefasst. (bei der gelegenheit sollte man sich seinen heidi-klum-text zu gemüte führen: viel zu viele wahre worte.) buskohl hat seine aussagen derweil noch zweimal bestätigt, das weiß das medienmagazin dwdl, das im übrigen auch die dsds-voting-ergebnisse parat hat – aus denen ja leider nicht die zahlen der anrufer hervorgehen. da sagt rtl auch weiterhin nix zu…
und dann waren da noch die singles, die sich als als unterwäschemodels für eine schweizer supermarkt-und-vieles-andere-kette verdingen, um endlich nicht mehr allein zu sein.
migros2.JPG

bei migros gibt´s also ab sofort nicht nur den bh für 19 und den slip für 12 franken, sondern die frau – z.b. sara, bestatterin – oder den mann – z.b. mark, polizist (short 14,90, man beachte: was bei frauen der busen, ist bei männern oft genug das gesicht) – gleich mit dazu. allerdings ohne preisangabe. vermutlich aber ähnlich billig.
also: auf in die nacht!

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