Wer sich auch nur einen Hauch für Fußball interessiert und nicht sowieso schon seit Stunden sein Leben damit bereichert, der sollte sich unbedingt sofort das sensationelle, geniale, wahnwitzige Tor von Lionel Messi in der 29. Minute des spanischen Pokal-Halbfinal-Spiels zum 2:0 zwischen Barcelona und Getafe auf der Website des Meisters anschauen. Wir singen: “Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen.” Nicht seit Maradona 1986.

Ich habe schon überlegt, ob ich das Video nicht einfach klaue und gleich hier poste. Sowas Schönes für die eigene Seite findet man in tausend Jahren nicht mehr. Nebenbei: Was sagt da das Recht dazu?

Wir singen weiter: “Und wo bleibt das Drei-zu-Null?” Hier, wieder von Messi, wieder sensationell.

Manchmal funktioniert die Sache mit der Intuition erschreckend gut. Aus mir unerfindlichem Grund habe ich heute mehrmals an einen Film gedacht, den ich sehr, sehr gerne noch einmal sehen würde: “Mutual Appreciation” von Andrew Bujalski. Letztes Jahr wurde der Film auf ein paar europäischen Festivals gezeigt, regulär ins Kino kam er nie. Eine DVD könnte man sich aus den USA bestellen. Nun ja, könnte man, sollte man wohl. Ich habe es trotzdem nicht gemacht, irgendwie, obwohl ich mir sicher war, dass man den Film so schnell nicht wieder sehen wird. Gegoogelt habe ich heute trotzdem danach, ohne mir irgendetwas davon zu versprechen.

Übermorgen, am 21. April, wird der Film tatsächlich gezeigt: um 19.30 Uhr im Berliner Arsenal-Kino im Rahmen einer Filmreihe der österreichischen Filmzeitschrift kolik.film.

Mutual Appreciation

Mutual Appreciation ist ein wunderbarer, durch und durch unabhängig produzierter (hier stimmt es wirklich) LowBudget-Film mit Laiendarstellern, in schwarzweiß, auf 16mm gedreht, voller lakonischem Humor, Liebe, Freundschaft, Musik. Ach, herzerwärmend! Einen Trailer kann man auf der Film-Homepage anschauen.

Scheiß Intuition! Wenn schon alles so gut passt, der Film nur ein einziges Mal im nächsten halben Leben zu sehen sein wird und ich dann tatsächlich auch noch zwei Tage vorher zufällig nachschaue, dann könnte doch auch noch der letzte Rest stimmen und der Film in München laufen!

Das wird den Herrn Schäuble sicher nicht weiter stören, aber deutlicher geht’s dann doch nimmer als in der Telepolis-Klick-Umfrage Wer ist die größere Gefahr fürs Grundgesetz? Mit 91 Prozent führt er die Liste zum Zeitpunkt dieses Posts vor u.a. Ex-Terroristen an.

Mag stimmen oder auch nicht. Aber warum sollte ausgerechnet für ihn die Unschuldsvermutung weiterhin gelten, die er so gerne abschaffen umkehren würde? Er ist die größte Gefahr. Vorsichtshalber einsperren? Obwohl: Vielleicht sollte man das zuallererst einmal beweisen. Noch …

so:
Deutscher Campus

schlimm sind wir doch auch wieder nicht…

Wer´s noch nicht gelesen hat, wie freimütig und fraglos sich die WAZ an Texten freier Journalisten bedient, dem seien hier die Erfahrungen des Medienjournalisten Peer Schader empfohlen.Und wie die Geschichte weiterging. Sehr hübsch! Und furchterregend!

Nachtrag (19. April): Und hier sollte man lesen, wie die Geschichte dann doch einigermaßen glimpflich mit einer Einigung zu Ende ging.

Zürich - MÜNCHEN - Berlin
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