Es gibt viele Gründe, nach München zu reisen, unter ihnen gewiss auch gute. Kein schlechter war vergangene Woche – das Oktoberfest hatte noch nicht begonnen – die zweiundzwanzigse Ausgabe des Deutschen Kongresses für Philosophie (…).

Sehr schöner Beginn eines gutgelaunten Artikels in der NZZ. Schon ein paar Tage her, habe es bei einer kleinen Feuilleton-Nachlese noch gefunden.

Aus Spaß an der Freud’: I’m So Sorry von Kitty, Daisy und Lewis – auch wenn der Hype um deren letztes Album Smoking in Heaven längst schon wieder vorbei ist. Schöne Platte.

Und wer noch Lust auf mehr hat: Going Up The Country

Immer wieder schön. Heute mal in der NZZ. Der Kreis 9 ist sonst nicht das spannendste Quartier.
NZZ, Überschrift, Kreis 9, Zürich

9. Februar

Aufgestanden und den ganzen Vormittag im Amt, sehr beschäftigt. Mittags zu Hause gegessen und wieder ins Amt, wo mich Sir William Petty aufsuchte und mir unter anderem berichtete, dass Mr. Barlow gestorben sei. Er mag zwar ein ehrbarer Mann gewesen sein, doch ich kann weiß Gott nicht mehr Trauer für ihn empfinden als für irgendeinen Fremden, da ich durch seinen Tod jährlich 100£ einspare. Und wenn ich länger darüber nachdenke und es als göttliche Fügung betrachte, habe ich allen Grund, Gott zu danken, und tue dies aus tiefstem Herzen.

Samuel Pepys, Tagebücher

So heisst ein kleines Flugblatt, das ich vor wenigen Tagen im Antiquariat meines Vertrauens gefunden habe, eine Polemik gegen das Christentum vom hochgeschätzten Arno Schmidt, 1957. Einseitiges, hemmungsloses Draufschlagen – eine rechte Freude. Man spürt den Zorn, die nur zwei Jahre zurückliegende Anklage wegen Gotteslästerung (und Pornographie) für seine zarte Erzählung Seelandschaft mit Pocahontas.

Kleiner Ausschnitt:

Genau dies aber war der Fall mit Jesus von Nazareth: er verstand weder Griechisch noch Römisch, die beiden Sprachen, auf denen seit viel hundert Jahren alle nennenswerte Kultur beruhte (und beruht!). Er war mit Homer und Plato ebenso unbekannt wie mit Phidias und Eratosthenes: was ein solcher Mann behauptet, ist für mich von vornherein indiskutabel!

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Zürich - MÜNCHEN - Berlin
  • Fauser, Jörg | 0 | 25.01.12 @ 8:42 pm | max

    (sorry, bei meinem Konsum grad hat nix andres Platz)

  • Hilfe für junge Talente | 0 | 19.01.12 @ 2:50 pm | max

    Sehr nette FAQ der Schriftstellerin A. L. Kennedy (von der ich zwar nichts gelesen habe bislang…).

  • Unglaublich bieder | 0 | 19.12.11 @ 11:40 am | karl

    “Das dubios finanzierte Haus des Christian Wulff, Bundespräsident, teilt uns etwas über seinen Bewohner mit”, lässt die taz einen Architekten hier erzählen. Die Biederkeit dieser Art Journalismus teilt uns jedoch viel mehr über dessen Macher mit, fürchte ich.

  • Musste auch gesagt werden

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