Honduras, Gruppe H
von Ben Strack-Zimmermann
Seit meinem ersten WM-Fußballerlebnis warte ich auf die Wiederkunft einer Mannschaft, die damals mein junges Fußballherz erobern konnte. Neben den Tschechen, mit denen man ja wirklich schon genug Leid durchmachen muss, ist Honduras seither mein persönliches Nationalmannschaftssteckenpferd. Seit der damals wirklich tollen WM, bei der man von vorne bis hinten beschissen wurde, haben mich die Qualifikationsbemühungen dieses fremden Stückes Mittelamerika immer nahe am Herzinfarkt gehalten. Man spielt immer gut, normalerweise gnadenlos offensiv (auch gegen viel bessere Mannschaften), aber geklappt hat es nie mehr – bis dann endlich im letzten Herbst. Was kann man nun erwarten? Wohl noch couragiertere Auftritte, als die von Costa Rica beim letzten Mal, eine sehr gut eingespielte Mannschaft, viele Spieler, die in Europa kaum jemand kennt, die in Mittelamerika aber durchaus einen guten Klang haben, und wohl insgesamt einen krassen Außenseiter, der so tut als wäre er keiner. 2001 hat man mal bei der Copa America in Kolumbien als Last-Minute-Ersatz für Argentinien mitgespielt und dann dort mit gnadenlos offensivem Spiel Uruguay, Bolivien und Brasilien vernascht, um am Ende Rang 3 zu erreichen. Ganz so ein toller Husarenritt wird es wohl diesmal nicht werden. Doch die Schreiberlinge, die Honduras jetzt schon in einen Topf mit Nordkorea und Neuseeland werfen, werden sich noch umsehen!
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