weil der harald martenstein kann, was der helmut schmidt kann (eine zigarette rauchen und während dessen ein bisschen aus dem männerkästchen plaudern – beide für zeit.de, schmidt zum beispiel hier, martenstein da), können wir nun auch was der tagesspiegel kann. mehr aber auch nicht. im gegensatz zu dort gibt´s hier kein ewiges gleich-gleich-gleich-ist-es-soweit, sondern überhaupt keinen relaunch (oder eben „relaunch ist immer“). und also auch keine vorablinks auf irgendwelche alphatiere, auf dass deren eitelkeit sogleich ergriffen wird und sie freudig darob berichten. sondern nur ein paar blicke auf das innenleben unseres blogs. weil das im grunde genauso funktioniert: jeden tag schaut man bei den eigenen statistiken vorbei, und eventuell noch bei blogscouts oder technorati (wo wir übrigens noch keinen einzigen fan haben – also bitte!).
zu berichten gibt es: am 29. mai haben wir bei blogscouts auf einmal einen großen, wunderlichen sprung gemacht von 1207 auf 521, unseren listenplatz also mehr als halbiert, dann stiegen wir (beinahe) kontinuierlich, gerade halten wir den 179. platz. unsere unmittelbaren nachbarn drunter und drüber sind mir allerdings immer noch kein begriff. viel interessanter ist ohnehin der blick in unsere hetzner-statistiken, etwa auf die suchanfragen, mittels derer die menschen mithilfe von google auf unserem blog landen. in jüngster zeit konnten wir da etwa mit „jürgen perthold“ ordentlich punkte machen, was ich nie gedacht hätte (das war der mit der katze und der kamera). andere wiederum fragen ganz konkret „in welchem jahr wurde die schreibmaschine erfunden“ oder „wie kann ich kontakt mit keira knightley aufnehmen“. ja, und die landen dann bei uns beziehungsweise bei diesem oder diesem schönen eintrag. und gehen vermutlich bald wieder, weil sie offensichtlich anderes als uns im sinn haben (den klick aber, den haben wir zu dem zeitpunkt schon längst verbucht!). mit denjenigen, die „keira knightley nackt“ oder „bekannt nackt schauspilerin“ suchen, verhält es sich hoffentlich wohl ähnlich.
da zu diesem zeitpunkt der findige leser natürlich längst gecheckt hat, dass dieser eintrag keinen weiteren sinn hat, als auch in zukunft leser mit solch seltsamen und ähnlichen anliegen auf unsere seite zu locken, soll damit jetzt auch schon wieder schluss sein. zumindest fast, denn verzeiht: wir wollen nur endlich mal ein paar bekannte unter unseren blogscout-nachbarn haben… in dem sinne bleibt nur noch eines zu sagen: „jugend ohne gott“. so nämlich heißt die pole-position der suchwort-liste, die auf unsere seite führt. und jetzt fragt bitte keiner, was das zu bedeuten hat – sonst hört es sich mit dieser ekligen selbstreflexivität ja nie auf.

soeren onez´ blogkarneval ist eröffnet und das neue mindestens haltbar über “meer und mehr” ist da. und erst watch berlin: nachdem bereits harald martenstein dort mit einer zigarette in der hand sicher eingetroffen ist, kündigt nun auch felix schwenzel-wirres an, sich in diese richtung aufzumachen. wird ja immer besser!

auf die schnelle ein paar links zu diesen themen, weil es sich in den letzten tagen irgendwie gesammelt hat. also: die taz berichtete gestern über “anwalts lieblinge”, nämlich die blogger, die sich so herrlich einfach abmahnen lassen. dem thema abmahnungen hat sich auch die erste ausgabe des pdf-magazins upload verschrieben (zum download des hefts muss man sich anmelden, geht aber ganz schnell). ist sehr schön geworden, vor allem auch optisch, was ja bei anderen oft nicht der fall ist. an diese stelle sollte man natürlich auf udo vetters lawblog verweisen, der ja schon lange in den listen ganz oben zu finden ist. vetter ist der “verteidiger vieler blogger” in sachen abmahnungen, weiß die taz im oben genannten artikel zu berichten.
ein kritiker des urheberrechts ist wiederum lawrence lessig, den mario sixtus im elektrischen-reporter-format für den tagesspiegel interviewt hat (und da offenbaren sich bereits die nachteile des tagesspiegel-relaunchs: das video hat keinen eigenen link! zum finden und anschauen also nach unten scrollen zur video-abteilung.)
and now, for something not so completely different: ndr.de hat einen beitrag seines medien-magazins zapp online gestellt, ein zapp-spezial “zur lage des deutschen journalismus” namens “reporterlust und recherchefrust”. anschauen!

was ich schon länger vermutet habe, hat der ingenieur jürgen perthold nun endlich nachgewiesen: katzen tun nur so, als ob sie sich nicht leiden können, das ganze aufgeplustere und gefauche ist nichts als theatergetue für frau- und herrchen.
also: vielen dank an jürgen perthold – dafür, dass er seinem kater mr. lee eine leichte und wasserdichte digicam zusammengebastelt und um den hals gehängt hat, die jede stunde 60 fotos schießt, die perthold dann serienweise online stellt. auf denen sieht man dann nämlich: lauter andere katzen, die nett herübergucken, gerade dass sie nicht noch lächeln oder winken. jagd auf vögel? oder mäuse? oder sonst irgendetwas kleines, süßes verspeisbares? mitnichen. mr. lee, wir haben verstanden!
p.s.: ja, natürlich erklärt jürgen perthold auch, wie das technisch machbar ist – wen´s interessiert.

Als großer Liebhaber von Tageszeitungen – total old school, ich weiß – bin ich gerade schwer begeistert von der Seite Newseum, The Interactive Museum of News. Wieder eine Seite, um Stunden zu vertun. Unter anderem findet man dort neben zahlreichen Online-Ausstellungen auch die virtuelle Version des Freedom Forum Journalists Memorial, zum Gedenken an Journalisten, die während der Ausübung ihres Berufes gestorben sind.

Anscheinend wird dieses gigantisch große Newseum am 15. Oktober 2007 in Washington tatsächlich auch im echten Leben eröffnet. Dort werden dann auch über 450 Titelblätter von Zeitungen aus aller Welt großformatig an der Wand hängen, und zwar tagesaktuell, weil sie täglich in elektronischer Form neu übermittelt werden! So soll das dann mal aussehen:

Today’s Front Pages
Quelle: newseum.org, Ralph Appelbaum Associates

Und jetzt kommt’s: Diese Titelseiten gibt es täglich auch im Internet als pdf – und zwar schon jetzt und hier, sogar mit täglicher Kurz-Analyse.

(via the pied cow)

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Zürich - MÜNCHEN - Berlin
  • Fauser, Jörg | 0 | 25.01.12 @ 8:42 pm | max

    (sorry, bei meinem Konsum grad hat nix andres Platz)

  • Hilfe für junge Talente | 0 | 19.01.12 @ 2:50 pm | max

    Sehr nette FAQ der Schriftstellerin A. L. Kennedy (von der ich zwar nichts gelesen habe bislang…).

  • Unglaublich bieder | 0 | 19.12.11 @ 11:40 am | karl

    “Das dubios finanzierte Haus des Christian Wulff, Bundespräsident, teilt uns etwas über seinen Bewohner mit”, lässt die taz einen Architekten hier erzählen. Die Biederkeit dieser Art Journalismus teilt uns jedoch viel mehr über dessen Macher mit, fürchte ich.

  • Musste auch gesagt werden

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