Seltsame Spiele liefert der FC Bayern zur Zeit ab. Gefällig über weite Strecken und dann fehlt doch immer wieder das letzte Quentchen. Eigentlich darf es doch gar keine Diskussion geben: Eine Mannschaft wie den FC Aberdeen muss man schlagen, auch auswärts, auch ohne Ribery und den ach so dynamischen Van Bommel, der meines Erachtens sowieso überschätzt wird. Mir gefällt das ruhige Spiel von Andreas Ottl eh wesentlich besser als dieses dämliche Getrete und Geschreie eines Van Bommel. Dank Ottl und Ze Roberto gab es für Aberdeen rein gar nichts zu melden im Mittelfeld und nach vorne ging doch auch was. Oder habe ich da ein anderes Spiel gesehen? Bayern ist in der zweiten Hälfte drückend überlegen, Torchancen gibt es zuhauf, bis Ottmar Hitzfeld sein eigenes Mittelfeld demontiert, indem er Podolski für Ze Roberto einwechselt! Ich dachte, ich sehe nicht recht. Verstehe einer diesen Ottmar! Wieso stellt man denn eine drückend überlegene Mannschaft taktisch um und macht das Mittelfeld auf? Das Führungstor war doch nur eine Frage der Zeit. Und prompt schafft es Aberdeen, das Spiel wieder vom eigenen Tor wegzuhalten. Es wirkt in letzter Zeit manchmal so, als wolle der FC Bayern gar nicht unbedingt gewinnen. Das Gefühl hatte ich, seit ich Fussball schaue, wirklich noch nie und das nervt! Es ehrt Hitzfeld ja, dass er sich tapfer vor seine Spieler stellt, aber schuldlos am zweiten Gegentor war Rensing sicher nicht und Schweinsteiger war keinesfalls einer der besten Bayern-Spieler, wie der Trainer nach dem Spiel konstatierte. Dann geht so ein Spiel, das man dominiert, am Ende also 2:2 aus durch einen Elfmeter, der auch nur glücklich im Nachschuss verwandelt wurde. Alle sind zufrieden, piep piep piep, das Heimspiel wird man schon irgendwie gewinnen und alles ist gut. Das ist so langweilig, echt wahr. Wie gesagt, das ist ja alles schön anzuschauen, aber kann man bitte, bitte einmal den Weg auch zu Ende gehen?

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