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	<title>zweitens-magazin.de &#187; Film</title>
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		<title>Steve McQueen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bullitt]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute w&#228;re Steve McQueen 80 Jahre alt geworden. 
Vor ein paar Tagen erst, beim Pressescreening von From Paris with Love mit John Travolta, habe ich mir erst wieder gedacht, wie &#246;de diese hyperventilierenden, hektisch geschnittenen Action-Szenen sind, die man im Kino mittlerweile vorgesetzt bekommt. Keine vern&#252;nftigen Stunts mehr, keine K&#246;rperlichkeit, nichts passiert mehr wirklich. Bezeichnenderweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute w&#228;re Steve McQueen 80 Jahre alt geworden. </p>
<p>Vor ein paar Tagen erst, beim Pressescreening von <a href="http://www.imdb.de/title/tt1179034/">From Paris with Love</a> mit John Travolta, habe ich mir erst wieder gedacht, wie &#246;de diese hyperventilierenden, hektisch geschnittenen Action-Szenen sind, die man im Kino mittlerweile vorgesetzt bekommt. Keine vern&#252;nftigen Stunts mehr, keine K&#246;rperlichkeit, nichts passiert mehr wirklich. Bezeichnenderweise hat sich der amerikanische Star-Filmkritiker Roger Ebert bei <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100203/REVIEWS/100209992">seiner Besprechung dieses Films</a> genau auf diesen Aspekt konzentriert. Diesmal ist es sogar mir kleinem Licht aufgefallen, aber diese Computerschlampereien nerven mich schon geraume Zeit. Erst einmal ist Film Bewegung, dann kommt der Schnitt. Einer der letzten Action-Filme, dem ich das Gezeigte auch geglaubt habe, war &#252;brigens Tarantinos Death Proof. Es gab echte Car Chases mit echten Stunts, ohne Schnitte im Sekundentakt, die das Gesehene nicht mehr nachvollziehbar machen. </p>
<p>Einer meiner Lieblingsfilme ist <a href="http://www.imdb.com/title/tt0062765/">Bullitt</a> von Peter Yates mit eben Steve McQueen. Ich bin immer wieder begeistert von der ber&#252;hmten Verfolgsungsjagd: dieses minutenlange Pirschen der beiden Autos durch San Franzisko, dieses Lauern, diese unterdr&#252;ckte Kraft des Ford Mustangs. Man wartet auf eine Explosion und dann endlich, endlich heulen die Motoren und es geht los! Das ist so brilliant. Ich kann mir die Szene dutzende Male anschauen. Bullitt hat &#252;brigens einen Oskar bekommen – f&#252;r den besten Schnitt. Nat&#252;rlich erw&#228;hnt Ebert diesen Film in seiner Kritik, als Beispiel aus besseren Zeiten. McQueen hat seine Stunts selbst gemacht.</p>
<p>Der folgende Ausschnitt ist nicht aus Bullitt, sondern aus einem Dokumentarfilm &#252;ber die Leidenschaft f&#252;r das Motorradfahren. Der Film hei&#223;t <a href="http://www.imdb.com/title/tt0067527/">On Any Sunday</a>, ist von 1971 und wurde gedreht von Bruce Brown, der daf&#252;r sogar eine Oskar-Nominierung bekam. Auch Steve McQueen kommt darin vor. Der Ausschnitt zeigt die letzten paar Minuten des Films, der wunderbar kitschig endet: Steve McQueen am Strand mit Kumpels bei Sonnenuntergang auf Motorr&#228;dern.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1DEPng2oees&#038;hl=de_DE&#038;start=210"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/1DEPng2oees&#038;hl=de_DE&#038;start=210" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1DEPng2oees">YouTube direkt</a></p>
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		<title>This service sucks!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 13:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
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Fr&#252;her ist das Auto partout nicht angesprungen. Heute hat das Telefon keinesfalls Empfang, wenn es der Filmheld mal wirklich braucht. Rich Juzwiak hat diese obligatorische Szene aus 66 verschiedenen Horror- und Suspensefilmen der letzten Jahre zusammen gebaut. Gibt es eigentlich &#252;berhaupt einen neueren Horrorfilm, der spannend ist, obwohl das Mobil-Telefon wunderbar funktioniert? Der Drehbuchautor davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object height="285" width="470"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XIZVcRccCx0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="285" src="http://www.youtube.com/v/XIZVcRccCx0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" width="470" /></object></p>
<p>Fr&#252;her ist das Auto partout nicht angesprungen. Heute hat das Telefon keinesfalls Empfang, wenn es der Filmheld mal wirklich braucht. <a href="http://fourfour.typepad.com/fourfour/2009/09/no-signal-a-supercut.html">Rich Juzwiak</a> hat diese obligatorische Szene aus 66 verschiedenen Horror- und Suspensefilmen der letzten Jahre zusammen gebaut. Gibt es eigentlich &#252;berhaupt einen neueren Horrorfilm, der spannend ist, obwohl das Mobil-Telefon wunderbar funktioniert? Der Drehbuchautor davon w&#228;re auf jeden Fall ein Gott des raffinierten Filmplots.</p>
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		<title>Kulturgut und B&#246;se</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 10:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Volksschule]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[telepolis]]></category>
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		<description><![CDATA[&#196;u&#223;erst lesenswert ist Hans Schmids dreiteiliger &#8220;Bericht &#252;ber eine Reise nach Absurdistan&#8221; auf telepolis. Der Autor versucht darin, quasi als Rahmenhandlung, Mario Bavas Film Ecologia del delitto von 1971 zu erwerben, einen Film, der von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien 1983 indiziert wurde und somit nicht mehr verkauft werden darf. Nat&#252;rlich geht es um Zensur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#196;u&#223;erst lesenswert ist Hans Schmids dreiteiliger &#8220;Bericht &#252;ber eine Reise nach Absurdistan&#8221; auf telepolis. Der Autor versucht darin, quasi als Rahmenhandlung, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000878/">Mario Bavas</a> Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0067656">Ecologia del delitto</a> von 1971 zu erwerben, einen Film, der von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien 1983 indiziert wurde und somit nicht mehr verkauft werden darf. Nat&#252;rlich geht es um Zensur und Meinungsmache, Inkompetenz und Ignoranz, um den Unterschied zwischen &#8220;gutem T&#246;ten&#8221; und &#8220;b&#246;sem T&#246;ten&#8221; und um die absurde Tatsache, dass ein paar Filmsekunden dar&#252;ber enstcheiden, ob ein Film jugendgef&#228;hrend ist oder nicht. </p>
<p>Eine &#8211; zugegebenerma&#223;en polemische &#8211; Stelle mag ich besonders gern. Der Autor schreibt da &#252;ber <a href="http://www.imdb.com/title/tt0061075/">Ten Little Indians</a> von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0689659/">George Pollock</a>, eine Agatha Christie-Verfilmung. </p>
<blockquote><p>Ich verlange nicht, dass Ten Little Indians auf den Index kommt. Es stellt sich aber die Frage, was Bava falsch gemacht hat und Pollock richtig. Zun&#228;chst ist da nat&#252;rlich die Gewalt. Hitchcock war irgendwann angewidert von Filmen, in denen es &#8220;Peng&#8221; macht und dann f&#228;llt die Leiche um. Deshalb zeigte er in Torn Curtain (Der zerrissene Vorhang) und in Frenzy, dass es viel schwieriger ist, einen Menschen umzubringen, als es uns im Kino meistens vorgegaukelt wird. Bava empfand das wohl so &#228;hnlich. Pollock dagegen hielt sich an die Regeln. Bei ihm ist man weit weg, wenn eine Frau in einen Abgrund st&#252;rzt und zerschmettert wird, und er schneidet, bevor das Messer in den K&#246;rper eindringt. So ist das T&#246;ten, weil &#8220;nicht brutal&#8221;, erlaubt. Das f&#252;hrt zu kuriosen S&#228;tzen wie dem in der Indizierungsentscheidung der BPjM (Blutrausch): &#8220;Die dargestellten T&#246;tungs- und Verletzungshandlungen sind grausam und unmenschlich.&#8221; Mir gruselt vor Leuten, die solche S&#228;tze schreiben. Ich dachte, wir h&#228;tten uns nach 1945 darauf geeinigt, dass das T&#246;ten von Menschen (Bava l&#228;sst das auch f&#252;r die Tiere gelten) prinzipiell grausam ist. Deshalb haben wir die Todesstrafe abgeschafft, statt nach der &#8220;humansten&#8221; Hinrichtungsmethode zu suchen.</p></blockquote>
<p>Teil 1: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30145/1.html">Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen</a></p>
<p>Teil 2: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30160/1.html">Einmal gef&#228;hrdungsgeneigt, immer gef&#228;hrdungsgeneigt</a></p>
<p>Teil 3: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30161/1.html">Amokl&#228;ufer unter sich</a></p>
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		<title>&#8230; und da musste er ohne Essen ins Bett.</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 13:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade Fire]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Hollywood hat immer wieder kuriose Ideen. Ein Kinderbuch, das nun wirklich jeder kennt, in f&#252;nffacher Ausf&#252;hrung zuhause herumliegen hat, das aus vielleicht zehn S&#228;tzen (naja, so ungef&#228;hr) besteht, zu einem Spielfilm aufzublasen &#8230; aber immerhin macht das Spike Jonze und der Song von Arcade Fire ist nun wirklich wunderbar. 

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Hollywood hat immer wieder kuriose Ideen. Ein Kinderbuch, das nun wirklich jeder kennt, in f&#252;nffacher Ausf&#252;hrung zuhause herumliegen hat, das aus vielleicht zehn S&#228;tzen (naja, <a href="http://www.lambarene.de/pages/geschichte.html">so ungef&#228;hr</a>) besteht, zu einem Spielfilm aufzublasen &#8230; aber immerhin macht das <a href="http://www.imdb.com/name/nm0005069/">Spike Jonze</a> und der Song von Arcade Fire ist nun wirklich wunderbar. </p>
<p><object width="520" height="276"><param name="movie" value="http://www.traileraddict.com/emd/9813"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param><embed src="http://www.traileraddict.com/emd/9813" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" wmode="transparent" allowfullscreen="true" width="520" height="276"></embed></object></p>
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		<title>Clintessenz</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 15:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein kurzer Programm-Hinweis, bevor das Schlimmste passiert und noch mehr Filmperlen ungesehen bleiben. The Good, the Bad and the Ugly ist zum Beispiel schon durch, verloren, ach herrjeh, und so m&#252;ssen wir Verdammten dieser Erde wieder Jahre warten, um dieses Meisterwerk endlich im Kino zu sehen.
Also: Das M&#252;nchner Filmmuseum zeigt derzeit eine Clint Eastwood-Retrospektive. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Programm-Hinweis, bevor das Schlimmste passiert und noch mehr Filmperlen ungesehen bleiben. <a href="http://www.imdb.de/title/tt0060196/">The Good, the Bad and the Ugly</a> ist zum Beispiel schon durch, verloren, ach herrjeh, und so m&#252;ssen wir Verdammten dieser Erde wieder Jahre warten, um dieses Meisterwerk endlich im Kino zu sehen.<br />
Also: Das M&#252;nchner Filmmuseum zeigt derzeit eine Clint Eastwood-Retrospektive. Die Reihe dauert zwar noch bis zum 24. Juni, doch heute Abend gibt es um 21 Uhr <a href="http://www.imdb.de/title/tt0066819/">The Beguiled (Betrogen)</a> von Don Siegel und als Vorfilm Eastwoods erste nominelle Regiearbeit <a href="http://www.imdb.de/title/tt0479222/">The Beguiled: The Storyteller</a> zu sehen, ein 12-min&#252;tiges Promo Reel &#252;ber die Dreharbeiten. Morgen um 21 Uhr wird <a href="http://www.imdb.de/title/tt0067588/">Play Misty for Me (Sadistico)</a> von 1971 gezeigt, der erste Spielfilm in der Regie von Clint Eastwood.</p>
<p><a href="http://www.stadtmuseum-online.de/aktuell/eastwood.pdf">Das Programm zu <strong>Clintessenz &#8211; Retrospektive Clint Eastwood</strong> gibt es beim Filmmuseum zum Downloaden.</a></p>
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		<title>Smaller than Life: Berlinale 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 21:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Berlinale war dieses Jahr f&#252;r mich gepr&#228;gt von Extremen. Auf der einen Seite die beeindruckende 70mm-Retrospektive: neben dem DDR-Kost&#252;m-Opus „Goya“ und dem Marlon-Brando-Spa&#223; „Die Meuterei auf der Bounty“ hab‘ ich noch „Lawrence von Arabien“ gesehen. Fast eine Reihe nach hinten gedr&#252;ckt hat mich im International aber John Fords letzter Western „Cheyenne Autumn“. Es war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berlinale war dieses Jahr f&#252;r mich gepr&#228;gt von Extremen. Auf der einen Seite die beeindruckende 70mm-Retrospektive: neben dem DDR-Kost&#252;m-Opus „Goya“ und dem Marlon-Brando-Spa&#223; „Die Meuterei auf der Bounty“ hab‘ ich noch „Lawrence von Arabien“ gesehen. Fast eine Reihe nach hinten gedr&#252;ckt hat mich im International aber John Fords letzter Western „Cheyenne Autumn“. Es war zwar keine restaurierte Kopie und sie hatte schwedischen Untertiteln, oder waren es norwegische? Aber die Farben und die Sch&#228;rfe des Monument Valley waren als echte 70mm-Projektion wirklich unglaublich. Und selbstredend ist auch ein mittelm&#228;&#223;iger Western von John Ford besser als fast alle neuen Filme.</p>
<p>Auf der anderen Seite gab es diese vielen ganz kleinen Momente. Nat&#252;rlich Andre Bujalskis feiner „Beeswax“, wo Bujalski wie schon bei „<a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/kunstpark/intuition/">Mutual Appreciation</a>“ Freunde von ihm beim allt&#228;glichen Konversationswahnsinn auf 16mm filmt. Diesmal als Gerichtsthriller ohne Thrill, wie er beim Q&#038;A danach zugab. Wieder geht es um Beziehungen und Unbeziehungen und all die sprachlichen Vermittlungsversuche, mit viel Witz und Fingerspitzengef&#252;hl. Auch die Asiaten haben mich wieder schwer beeindruckt. Etwa das stimmungsvolle koreanischen Road-Movie &#8220;My dearest Enemy&#8221; von Lee Yoon-Ki, bei dem ein Ex-P&#228;rchen durch Seoul kurvt, damit der Mann Geld f&#252;r seine Ex-Freundin auftreiben kann. Den st&#228;rksten Film fand ich „Claustrophobia“ von Ivy Ho. </p>
<p><img src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/claustrophobia.bmp" alt="claustrophobia" title="claustrophobia" class="aligncenter size-full wp-image-1409" /></p>
<p>Eine Geschichte von einer Handvoll Menschen, die zusammen in einem engen B&#252;ro in Hongkong eingepfercht arbeiten, in einem engen Aufzug und einem engen Auto nach Hause fahren. Es geht um das allt&#228;gliche Leben in Hongkong also, erkl&#228;rte die Regisseurin und nennt es auch ein Road-Movie. Wie beim koreanischen Film am Tag zuvor aber nur in einer Stadt. Der Film beginnt mit einer Autofahrt der Gruppe bei der sich zwei Personen anfangen zu streiten. Dann gibt’s einen pl&#246;tzlichen Sprung in die Vergangenheit und wenig sp&#228;ter weiter in die Vergangenheit… Der Film ist r&#252;ckw&#228;rts erz&#228;hlt, schafft aber das Au&#223;ergew&#246;hnliche, dass es einem wie eine normale Filmstruktur vorkommt. Langsam entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die mit dem Anfang ihren H&#246;hepunkt findet. Sehr stark. Das Drehbuch hat Frau Ho &#252;brigens f&#252;r Herrn To, genau: Johnny To, geschrieben. Nachdem er ein Jahr nix daraus gemacht hat, hat sie’s zur&#252;ckgekauft und selbst verfilmt. </p>
<p>Diesmal hab&#8217; ich nicht wie letztes Jahr mit &#8220;<a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/kunstpark/tropa-de-elite/">Tropa De Elite</a>&#8221; den Gewinnerfilm (&#8220;La Teta Asustada&#8221;) gesehen. Obwohl ich es mit dem etwas zu naiven &#8220;Mammoth&#8221; von Lukas Moodysson und dem gradlinig ber&#252;hrenden &#8220;London River&#8221; von Rachid Bouchareb durchaus versucht habe. Bei letzterem hat immerhin Sotigui Kouyaté den Preis als bester Schauspieler gewonnen. Aber irgendwie gewinnen bei der Berlinale ja immer fast alle Filme irgendwas.</p>
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		<title>Peeping Tom</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 12:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Augen der Angst]]></category>
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		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Filmkamera als Mordwerkzeug: Eines der Stativ-Beine ist ein Bajonett. Hochgeklappt, nach vorne aufgerichtet, muss es die Psychoanalyse bei all ihrer Symbolsuche zwangsl&#228;ufig an einen Penis erinnern. Der M&#246;rder, ein Kameramann, will Todesangst erzeugen. W&#228;hrend des Mordens filmt er das angstverzerrte Gesicht seiner weiblichen Opfer aus n&#228;chster N&#228;he. Filmen und T&#246;ten werden eins. Im Filmlabor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Filmkamera als Mordwerkzeug: Eines der Stativ-Beine ist ein Bajonett. Hochgeklappt, nach vorne aufgerichtet, muss es die Psychoanalyse bei all ihrer Symbolsuche zwangsl&#228;ufig an einen Penis erinnern. Der M&#246;rder, ein Kameramann, will Todesangst erzeugen. W&#228;hrend des Mordens filmt er das angstverzerrte Gesicht seiner weiblichen Opfer aus n&#228;chster N&#228;he. Filmen und T&#246;ten werden eins. Im Filmlabor, dem Refugium eines Mad Scientists, projiziert er diese Filme wieder und wieder, sitzt im Dunkeln voller Erregung und starrt auf die erleuchtete Leinwand &#8211; mit dem Blick eines Kino-Besuchers, der ungesehen sehen will.<br />
1960 kam <em><a href="http://www.imdb.com/title/tt0054167/">Peeping Tom</a></em> (deutscher Titel: Augen der Angst) von Michael Powell, heute ein Klassiker des britischen Horrorfilms, in die Kinos und wurde gehasst von weiten Teilen der Kritik, von den Moralanstalten sowieso, und das Publikum zeigte sich auch nur m&#228;&#223;ig begeistert. Welcher Filmfan f&#252;hlt sich schon wohl in einem Film, der eine direkte Verbindung zwischen Kino, Voyeurismus, Sexualit&#228;t und Tod herstellt und diesen Zusammenhang auch noch in allen Facetten vor (Kamera-)Augen durchspielt? Zwar sind all diese Diskussionen heute schon vielfach gef&#252;hrt und dennoch: Der grunds&#228;tzliche Grusel funktioniert immer noch hervorragend, wie ich neulich im M&#252;nchner Filmmuseum feststellen durfte.<br />
Ausgerechnet Karlheinz B&#246;hm, der brave Franz Joseph aus den Sissi-Filmen, Traumprinz und Lieblings-Schwiegersohn, spielt den Psychopathen Mark. Freilich wurde Mark nur dazu, weil sein Vater der Wissenschaft zuliebe an der kindlichen Psyche herumdoktern musste, um &#252;ber das Thema &#8220;Angst des Kindes&#8221; zu publizieren. Karlheinz B&#246;hm ist hier der freundliche, etwas verschlossene Mann von Nebenan bzw. von der Wohnung dar&#252;ber, beruflich integriert und gesch&#228;tzt, doch im Privaten liegt alles im Argen. Alles, was er hat, sind seine Filme, seine Obsessionen und seine Morde. Dann der Kontakt zu einer Frau, ein echter Kontakt, ohne das distanzierende, vermittelnde Auge der Kamera dazwischen! Rettender Engel kann sie dann nat&#252;rlich doch nicht werden, nur die Vorahnung von einem anderen Leben. Morde werden ges&#252;hnt.</p>
<p>Nett ist der englische Kino-Trailer, der sich &#8211; wahrscheinlich wohlwissend &#8211; gleich wunderbar reisserisch an die niederen Instinkte der Zuschauer wendet. </p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/8fdw7Koujas" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8fdw7Koujas" /></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8fdw7Koujas">YouTube direkt</a></p>
<p>Nebenbei: <em>Peeping Tom</em> ist einer dieser Filme, die sehr sch&#246;n zeigen, wie sich Zeitgeist und Kunstverst&#228;ndnis &#252;ber die Jahre &#228;ndern. Fand der katholische Filmdienst damals diesen Film doch &#8220;krankhaft, abwegig und peinlich geschmacklos&#8221;, konstatiert heute das Lexikon des Internationalen Films, das ja aus gleicher Quelle stammt: &#8220;R&#252;ckblickend gesehen ein erstaunlich moderner Film &#252;ber den Zusammenhang von Schaulust, Todessehnsucht und sexueller Neurose.&#8221;</p>
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		<title>Minutentexte. H&#246;rspiel. Reklame.</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 15:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücherei]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Laughton]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Reklame]]></category>
		<category><![CDATA[The Night of the Hunter]]></category>

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		<description><![CDATA[2006 erschien das Filmbuch Minutentexte. The Night of the Hunter, herausgegeben von Michael Baute und Volker Pantenburg. Die beiden betreiben unter anderem das Blog new filmkritik. F&#252;r besagtes Buch wurde der Film The Night of the Hunter von Charles Laughton in seine 93 Minuten unter- und auf 93 Autoren aufgeteilt, die jeweils ihre Minute kommentieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2006 erschien das Filmbuch <a href="http://www.minutentexte.de/">Minutentexte. The Night of the Hunter</a>, herausgegeben von Michael Baute und Volker Pantenburg. Die beiden betreiben unter anderem das Blog <a href="www.newfilmkritik.de">new filmkritik</a>. F&#252;r besagtes Buch wurde der Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0048424/">The Night of the Hunter</a> von Charles Laughton in seine 93 Minuten unter- und auf 93 Autoren aufgeteilt, die jeweils ihre Minute kommentieren, beschreiben, analysieren &#8230;</p>
<p>Aufgrund des ARD Online Awards, der im Rahmen der ARD H&#246;rspieltage verliehen wird, gibt es dieses wunderbare Werk momentan als <a href="http://www.ard.de/radio/hoerspieltage/preise/ard-online-award/minutentexte/-/id=825938/nid=825938/did=893414/180fmkr/index.html">H&#246;rspiel zum Downloaden</a>, was der Filminteressierte auf jeden Fall und schleunigst machen sollte. Nach der Preisverleihung am 8.11. (man darf und soll mitstimmen) wird es irgendwann wieder aus dem Netz verschwinden. </p>
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		<title>Drive on, Driver</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 12:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hauptstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Car Chase]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[The Driver]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Hill]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer kleinen Reihe Car chase movies eine weitere Empfehlung: The Driver von Walter Hill, der merkw&#252;rdig selten Erw&#228;hnung findet im allgemeinen Filmkanon. Mit Bullitt etwa kann er meiner Meinung nach durchaus mithalten &#8211; nicht nur, weil Steve McQueen urspr&#252;nglich die Hauptrolle spielen sollte. Letztendlich machte das dann Ryan O&#8217;Neal, stoisch, unbewegt und so wortkarg, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer kleinen Reihe <em>Car chase movies</em> eine weitere Empfehlung: <a href="http://german.imdb.com/title/tt0077474/">The Driver</a> von <a href="http://german.imdb.com/name/nm0001353/">Walter Hill</a>, der merkw&#252;rdig selten Erw&#228;hnung findet im allgemeinen Filmkanon. Mit <a href="http://german.imdb.com/title/tt0062765/">Bullitt</a> etwa kann er meiner Meinung nach durchaus mithalten &#8211; nicht nur, weil Steve McQueen urspr&#252;nglich die Hauptrolle spielen sollte. Letztendlich machte das dann Ryan O&#8217;Neal, stoisch, unbewegt und so wortkarg, dass Arnold Schwarzenegger in Terminator 2 dagegen wie ein Schw&#228;tzer wirkt.<br />
Ach ja, einsame M&#228;nner, mal wieder, irgendetwas muss da schief gelaufen sein in der Jugend, man erf&#228;hrt es nie. Wieder ein Film der Namenlosen: Dem Driver wird eine Falle gestellt vom verbissenen Detective. Er soll bei einem von der Polizei arrangierten Bank&#252;berfall das Fluchtauto fahren. The Player (Isabelle Adjani) l&#228;uft ein wenig erratisch durch den Film. Eigentlich ist sie einfach The Girl, das jeder Film braucht. Auch sie redet kaum, sie schaut in erster Linie.<br />
Ein guter Schuss Neo-Noir, artifizielle, eigene Gangster-Welt, &#220;berf&#228;lle, die alle nach dem selben Prinzip ablaufen. Der Fluchtfahrer wartet, maskierte Typen springen in den Wagen, spektakul&#228;re Verfolgungsjagd mit Kamera auf H&#246;he der Sto&#223;stange, viel Blechschaden. Der Film wurde 1978 gedreht, ein paar Jahre sp&#228;ter als fr&#252;her bereits erw&#228;hnten <a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/hauptstrasse/asphaltrennen-heisst-der-auf-deutsch/">Two Lane Blacktop</a> und <a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/kunstpark/514/#comments">Vanishing Point.</a> Man sieht die sch&#228;bigen 80er schon an der Oberfl&#228;che blitzen. Trostlose, trockene Geschichte in ihrer ganzen Machart.<br />
Ich mag den Film ja schon wegen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Driver">darauf basierenden Computerspiels</a>, auch wenn es darin nur noch ums Autofahren ging. </p>
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		<title>100 Jahre alt &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 16:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Tati]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; w&#228;re heute Jacques Tati geworden. Zumindest ist der 9. Oktober 1908 das am h&#228;ufigsten genannte Geburtsdatum des Meisters. Anderen Quellen zufolge w&#252;rde er heute 99 oder 101 Jahre alt. Egal! 
Film ab!

aus: Jour de fête (1949)
Herzlichen Gl&#252;ckwunsch an den Max!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; w&#228;re heute Jacques Tati geworden. Zumindest ist der 9. Oktober 1908 das am h&#228;ufigsten genannte Geburtsdatum des Meisters. Anderen Quellen zufolge w&#252;rde er heute 99 oder 101 Jahre alt. Egal! </p>
<p>Film ab!</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/pOa4-o4DN4U" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pOa4-o4DN4U" /></object></p>
<p>aus: Jour de fête (1949)</p>
<p>Herzlichen Gl&#252;ckwunsch an den Max!</p>
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