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	<title>zweitens-magazin.de &#187; Film</title>
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		<title>Neulich in Hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 17:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>max</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Metzgerei hat Cronenbergs Videodrome offensichtlich bis zum Schluss gesehen. Long live the new flesh!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/new-flesh.jpg"><img src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/new-flesh.jpg" alt="hamburg, metzgerei, fleisch, cronenberg, videodrome" title="new-flesh" width="384" height="512" class="alignleft size-full wp-image-2665" /></a><br />
Diese Metzgerei hat <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Cronenberg">Cronenbergs</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Videodrome">Videodrome</a> offensichtlich bis zum Schluss gesehen. <br /><em>Long live the new flesh!</em></p>
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		<title>Welt des Journalismus (18)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 20:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>max</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erst vor ein paar Tagen habe ich ja an dieser Stelle &#252;ber Tom Kummer geschrieben, ihn vielleicht auch verteidigt. Ob das dazu gef&#252;hrt hat, dass ich nun Teil seines Werkes geworden bin? Immerhin scheinen wir uns zu verstehen, oder zumindest er mich&#8230; Im Folgenden zwei Abs&#228;tze, der eine vor acht Tagen hier erschienen, der andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst vor ein paar Tagen  habe ich ja an dieser Stelle &#252;ber <a href="http://www.kummer-film.ch">Tom Kummer</a> geschrieben, ihn vielleicht auch verteidigt. Ob das dazu gef&#252;hrt hat, dass ich nun Teil seines Werkes geworden bin? Immerhin scheinen wir uns zu verstehen, oder zumindest er mich&#8230;</p>
<p>Im Folgenden zwei Abs&#228;tze, der eine vor acht Tagen <a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/hauptstrasse/welt-des-journalismus-17/">hier erschienen</a>, der andere gestern <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=91225">aus Tom Kummers Mund</a> auf <a href="http://www.persoenlich.com">persoenlich.com</a> publiziert. </p>
<p>Ich &#252;ber Tom Kummer auf zweitens-magazin.de</p>
<table border="0">
<tr>
<td width="30"> </td>
<td>
<small>&#8220;Wie ber&#252;hrend aber die Aussschnitte aus Kummers privatem Videoarchiv sind, das er dem Regisseur komplett &#252;berlassen hat, l&#228;sst sich gar nicht hinschreiben, nur wegen diesen sollte man den Film schon anschauen. Ein nachdenkliches, eitles, zeitgeschichtliches Dokument, das viel mehr Raum verdient h&#228;tte, aber dann w&#228;re es ein Film &#252;ber einen Jungen aus einem Berner Arbeiterquartier geworden, der nichts aus seinem Tennistalent machte, der in den Achtzigern nach Berlin ging und sich wie so viele selbst (er)finden wollte. Eigentlich viel spannender als ein zehn Jahre alter Medienskandal.&#8221;</small>
</td>
</tr>
</table>
<p><br ></p>
<p>Tom Kummer &#252;ber Tom Kummer bei persoenlich.com:</p>
<table border="0">
<tr>
<td width="30"> </td>
<td>
<small>&#8220;Und irgendwie denke ich manchmal, h&#228;tte man nur meine Videobilder benutzt, w&#228;re vielleicht ein spannender Film daraus geworden: So was wie ein nachdenkliches, sicher auch sch&#246;n eitles, zeitgeschichtliches Dokument, aber dann w&#228;re es eben nicht ein von einem Tamedia Journalisten inszenierter Dok-Film namens &#8220;Bad Boy Kummer&#8221; geworden, sondern etwas viel Realistischeres, Tieferes: ein Film &#252;ber einen Jungen aus einem Berner Arbeiterquartier, der nichts aus seinem Tennistalent machte, der in den Achtziger Jahren nach Berlin ging und sich selbst erfinden wollte. Kann gut sein, dass dies spannender gewesen w&#228;re als ein zehn Jahre alter Medienskandal.&#8221;</small>
</td>
</tr>
</table>
<p><br ><br />
Erstaunliche Lektion der Kummerschen Textmaschine. Wirklich erstaunlich.<br />
Oder dann doch nicht.</p>
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		<title>Welt des Journalismus (17)</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 00:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>max</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Bad Boy Kummer&#8221; – irgendwie war dann doch noch ein Platz f&#252;r mich frei in der gestrigen Vorpremiere des Dokumentarfilms &#252;ber einen ehemaligen Journalisten. Nach zehn Jahren, die bei den wenigsten Involvierten zu einer Beruhigung gef&#252;hrt haben, versucht der ebenfalls involvierte Miklos Gimes (damals stellvertretender Chefredaktor beim Tages-Anzeiger Magazin), eine Art Wahrheit herauszufinden &#252;ber den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a href="http://www.kummer-film.ch">Bad Boy Kummer</a>&#8221; – irgendwie war dann doch noch ein Platz f&#252;r mich frei in der gestrigen Vorpremiere des Dokumentarfilms &#252;ber einen ehemaligen Journalisten. </p>
<p>Nach zehn Jahren, die bei den wenigsten Involvierten zu einer Beruhigung gef&#252;hrt haben, versucht der ebenfalls involvierte <a href="http://www.swissfilms.ch/en/film_search/filmdetails/-/id_person/5365">Miklos Gimes</a> (damals stellvertretender Chefredaktor beim <a href="http://dasmagazin.ch/">Tages-Anzeiger Magazin</a>), eine Art Wahrheit herauszufinden &#252;ber den &#8220;Borderline-Journalisten&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Kummer">Tom Kummer</a>.</p>
<p>In m&#228;ssigen Bildern, schlechtem Schnitt (split screens!) und mit ein paar albern-nerv&#246;sen Effekten versucht Gimes sich zu zur&#252;ckhaltend dem Menschen Kummer und dar&#252;ber dessen Motivation zu n&#228;hern. Gelingt gar nicht, denn Kummer ist weiterhin vor allem gl&#228;ubiger Erz&#228;hler seiner selbst und meist auf seiner erprobten Verteidigungslinie, letzteres vielleicht sogar eher aus juristischen als aus pers&#246;nlichen Gr&#252;nden. </p>
<p>Aber immer da, wo Gimes ihn machen l&#228;sst, wo Kummer einfach drauflosreden darf, wo er eigentlich schon wieder das n&#228;chste Interview plant, da wird es ganz gross. Die seiner Interviewkultur schon immer immanente Meta-Wahrheit bekommt da eine dermassene Berechtigung, sogar Notwendigkeit, dass man laut <em>Danke</em> sagen will f&#252;r dieses Ph&#228;nomen der Medienkultur. Wie weit er das System weitergedacht hat, leider mit viel zu wenig Folgen – ob das mal jemand wirklich darlegen kann, in zwanzig Jahren vielleicht? In grad mal zwei Dutzend Interviews die Tr&#228;ume und Mechanismen des medienprominenten Komplexes dermasssen befriedigt, ad absurdum getrieben und demaskiert… Diese Einsichten waren und sind nirgends sonst zu kriegen, nur bei Kummer, egal unter welchen Umst&#228;nden sie entstanden sind</p>
<p>Wie begeistert und beseelt Kummer noch heute, zehn Jahre sp&#228;ter, irgendwelche Fachb&#252;cher aus seinem Hausbesetzer-Regal kramt, einen Artikel zur visuellen Informationsverarbeitung im Gehirn gleich mit Scorsese diskutieren will (bzw nat&#252;rlich gleich Scorsese in den Munde legen will, was f&#252;r ihn irgendwie auf dasselbe herauskommt) – da wird klar, um wieviel mehr es in dieser Geschichte geht als um einen Schreiber, der Star-Interviews gef&#228;lscht hat. All die Emp&#246;rung seiner Weggef&#228;hrten von einst, die ihren Beruf bedroht sehen durch seine Machenschaften, sie geht am Punkt vorbei: dieser Mann machte keinen Journalismus, auch keinen New Journalism und keinen Borderline-Journalism, er arbeitete im und mit dem Journalismus, um etwas Umfassenderes zu diskutieren, vielleicht ohne es dabei selbst zu durchschauen. Als pures Feuilleton – ohne jede Verantwortung einer realen R&#252;ckbindung – h&#228;tten seine Texte ganz einfach nicht diese bezwingende Dringlichkeit bekommen, w&#228;ren ohne Widerhall geblieben… und h&#228;tte ihm nicht das Genick gebrochen. Dass er seinen Betrug und sich selber halt immer noch so sehr rechtfertigen muss, mit dem System, dem Mitwissen, der stillen Komplizenschaft, das macht es ein bisschen langweilig.  Vielleicht gab es da mal mehr Leute, die tats&#228;chlich auf diese neue journalistische Form setzten, das wird deutlich in den zahlreichen Gespr&#228;chen mit irgendwie Beteiligten*.</p>
<p>Wie ber&#252;hrend aber die Aussschnitte aus Kummers privatem Videoarchiv sind, das er dem Regisseur komplett &#252;berlassen hat, l&#228;sst sich gar nicht hinschreiben, nur wegen diesen sollte man den Film schon anschauen. Ein nachdenkliches, eitles, zeitgeschichtliches Dokument, das viel mehr Raum verdient h&#228;tte, aber dann w&#228;re es ein Film &#252;ber einen Jungen aus einem Berner Arbeiterquartier geworden, der nichts aus seinem Tennistalent machte, der in den Achtzigern nach Berlin ging und sich wie so viele selbst (er)finden wollte. Eigentlich viel spannender als ein zehn Jahre alter Medienskandal.</p>
<p>_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________<br />
* Das <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/">SZ-Magazin</a> brachte ja nur Tage, bevor der ganze Skandal im Mai 2000 schliesslich aufflog, seine Jubil&#228;umsnummer mit den lustvoll gef&#228;lschten Bildern der eigenen 10-Jahres-Feier, auf der alle Prominenz dieses Planeten versammelt zu sein schien. Und liess &#8220;Gerhard Schr&#246;der&#8221; darin die versammelte Redaktion feierlich ermahnen, &#8220;auch weiterhin die journalistische Sorgfaltspflicht hochzuhalten&#8221;. Was haben wir gelacht. Nur drei Tage nach Erscheinen kam der Focus mit seiner <a href="http://www.focus.de/kultur/medien/presse-frei-erfunden-nie-gefuehrt_aid_183541.html">Enth&#252;llung</a>, die wohl garnicht so eine Enth&#252;llung war.</p>
<p>Mit Faszination zitiere ich da noch aus Ulf Poschardts Vorwort zur <a href="http://www.amazon.de/etwas-St&#228;rkeres-Verf&#252;hrung-Interviews-Kummer/dp/3423200464">bei dtv erschienen Sammlung</a> mit Kummers Interviews, drei Jahre bevor alles rauskam:<br />
<small>&#8220;Tom Kummers Texte haben also am Ende im besten Fall drei Autoren:  Kummer, den Star und zum Schluss deren Synthese. Je dramatischer die Gespr&#228;che sind,  um so verworrener &#228;usssert sich diese Autorenvielfalt, um so mehr verschwimmen die Grenzen zwischen den Personen. Aber das passiert nur, wenn zwischen Kummer und dem Star die Chemie stimmt. Auch daf&#252;r sind beide zust&#228;ndig. Dass sie so oft stimmt, k&#246;nnte damit zusammenh&#228;ngen, dass Kummer einen grossen Chemiekasten hat. Dass er viele Substanzen und Essenzen kenn, die anderen Journalisten fremd sind, und dass er eigentlich gar kein Journalist ist, sondern einer, der der vor allem gern denkt und mehr noch als an allem anderen an Menschen interessiert ist.&#8221;</small></p>
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		<title>Steve McQueen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute w&#228;re Steve McQueen 80 Jahre alt geworden. Vor ein paar Tagen erst, beim Pressescreening von From Paris with Love mit John Travolta, habe ich mir erst wieder gedacht, wie &#246;de diese hyperventilierenden, hektisch geschnittenen Action-Szenen sind, die man im Kino mittlerweile vorgesetzt bekommt. Keine vern&#252;nftigen Stunts mehr, keine K&#246;rperlichkeit, nichts passiert mehr wirklich. Bezeichnenderweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute w&#228;re Steve McQueen 80 Jahre alt geworden. </p>
<p>Vor ein paar Tagen erst, beim Pressescreening von <a href="http://www.imdb.de/title/tt1179034/">From Paris with Love</a> mit John Travolta, habe ich mir erst wieder gedacht, wie &#246;de diese hyperventilierenden, hektisch geschnittenen Action-Szenen sind, die man im Kino mittlerweile vorgesetzt bekommt. Keine vern&#252;nftigen Stunts mehr, keine K&#246;rperlichkeit, nichts passiert mehr wirklich. Bezeichnenderweise hat sich der amerikanische Star-Filmkritiker Roger Ebert bei <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100203/REVIEWS/100209992">seiner Besprechung dieses Films</a> genau auf diesen Aspekt konzentriert. Diesmal ist es sogar mir kleinem Licht aufgefallen, aber diese Computerschlampereien nerven mich schon geraume Zeit. Erst einmal ist Film Bewegung, dann kommt der Schnitt. Einer der letzten Action-Filme, dem ich das Gezeigte auch geglaubt habe, war &#252;brigens Tarantinos Death Proof. Es gab echte Car Chases mit echten Stunts, ohne Schnitte im Sekundentakt, die das Gesehene nicht mehr nachvollziehbar machen. </p>
<p>Einer meiner Lieblingsfilme ist <a href="http://www.imdb.com/title/tt0062765/">Bullitt</a> von Peter Yates mit eben Steve McQueen. Ich bin immer wieder begeistert von der ber&#252;hmten Verfolgsungsjagd: dieses minutenlange Pirschen der beiden Autos durch San Franzisko, dieses Lauern, diese unterdr&#252;ckte Kraft des Ford Mustangs. Man wartet auf eine Explosion und dann endlich, endlich heulen die Motoren und es geht los! Das ist so brilliant. Ich kann mir die Szene dutzende Male anschauen. Bullitt hat &#252;brigens einen Oskar bekommen – f&#252;r den besten Schnitt. Nat&#252;rlich erw&#228;hnt Ebert diesen Film in seiner Kritik, als Beispiel aus besseren Zeiten. McQueen hat seine Stunts selbst gemacht.</p>
<p>Der folgende Ausschnitt ist nicht aus Bullitt, sondern aus einem Dokumentarfilm &#252;ber die Leidenschaft f&#252;r das Motorradfahren. Der Film hei&#223;t <a href="http://www.imdb.com/title/tt0067527/">On Any Sunday</a>, ist von 1971 und wurde gedreht von Bruce Brown, der daf&#252;r sogar eine Oskar-Nominierung bekam. Auch Steve McQueen kommt darin vor. Der Ausschnitt zeigt die letzten paar Minuten des Films, der wunderbar kitschig endet: Steve McQueen am Strand mit Kumpels bei Sonnenuntergang auf Motorr&#228;dern.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1DEPng2oees&#038;hl=de_DE&#038;start=210"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/1DEPng2oees&#038;hl=de_DE&#038;start=210" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=1DEPng2oees">YouTube direkt</a></p>
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		<title>This service sucks!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 13:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fr&#252;her ist das Auto partout nicht angesprungen. Heute hat das Telefon keinesfalls Empfang, wenn es der Filmheld mal wirklich braucht. Rich Juzwiak hat diese obligatorische Szene aus 66 verschiedenen Horror- und Suspensefilmen der letzten Jahre zusammen gebaut. Gibt es eigentlich &#252;berhaupt einen neueren Horrorfilm, der spannend ist, obwohl das Mobil-Telefon wunderbar funktioniert? Der Drehbuchautor davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object height="285" width="470"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XIZVcRccCx0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" height="285" src="http://www.youtube.com/v/XIZVcRccCx0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" width="470" /></object></p>
<p>Fr&#252;her ist das Auto partout nicht angesprungen. Heute hat das Telefon keinesfalls Empfang, wenn es der Filmheld mal wirklich braucht. <a href="http://fourfour.typepad.com/fourfour/2009/09/no-signal-a-supercut.html">Rich Juzwiak</a> hat diese obligatorische Szene aus 66 verschiedenen Horror- und Suspensefilmen der letzten Jahre zusammen gebaut. Gibt es eigentlich &#252;berhaupt einen neueren Horrorfilm, der spannend ist, obwohl das Mobil-Telefon wunderbar funktioniert? Der Drehbuchautor davon w&#228;re auf jeden Fall ein Gott des raffinierten Filmplots.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kulturgut und B&#246;se</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 10:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#196;u&#223;erst lesenswert ist Hans Schmids dreiteiliger &#8220;Bericht &#252;ber eine Reise nach Absurdistan&#8221; auf telepolis. Der Autor versucht darin, quasi als Rahmenhandlung, Mario Bavas Film Ecologia del delitto von 1971 zu erwerben, einen Film, der von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien 1983 indiziert wurde und somit nicht mehr verkauft werden darf. Nat&#252;rlich geht es um Zensur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#196;u&#223;erst lesenswert ist Hans Schmids dreiteiliger &#8220;Bericht &#252;ber eine Reise nach Absurdistan&#8221; auf telepolis. Der Autor versucht darin, quasi als Rahmenhandlung, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000878/">Mario Bavas</a> Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0067656">Ecologia del delitto</a> von 1971 zu erwerben, einen Film, der von der Bundespr&#252;fstelle f&#252;r jugendgef&#228;hrdende Medien 1983 indiziert wurde und somit nicht mehr verkauft werden darf. Nat&#252;rlich geht es um Zensur und Meinungsmache, Inkompetenz und Ignoranz, um den Unterschied zwischen &#8220;gutem T&#246;ten&#8221; und &#8220;b&#246;sem T&#246;ten&#8221; und um die absurde Tatsache, dass ein paar Filmsekunden dar&#252;ber enstcheiden, ob ein Film jugendgef&#228;hrend ist oder nicht. </p>
<p>Eine &#8211; zugegebenerma&#223;en polemische &#8211; Stelle mag ich besonders gern. Der Autor schreibt da &#252;ber <a href="http://www.imdb.com/title/tt0061075/">Ten Little Indians</a> von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0689659/">George Pollock</a>, eine Agatha Christie-Verfilmung. </p>
<blockquote><p>Ich verlange nicht, dass Ten Little Indians auf den Index kommt. Es stellt sich aber die Frage, was Bava falsch gemacht hat und Pollock richtig. Zun&#228;chst ist da nat&#252;rlich die Gewalt. Hitchcock war irgendwann angewidert von Filmen, in denen es &#8220;Peng&#8221; macht und dann f&#228;llt die Leiche um. Deshalb zeigte er in Torn Curtain (Der zerrissene Vorhang) und in Frenzy, dass es viel schwieriger ist, einen Menschen umzubringen, als es uns im Kino meistens vorgegaukelt wird. Bava empfand das wohl so &#228;hnlich. Pollock dagegen hielt sich an die Regeln. Bei ihm ist man weit weg, wenn eine Frau in einen Abgrund st&#252;rzt und zerschmettert wird, und er schneidet, bevor das Messer in den K&#246;rper eindringt. So ist das T&#246;ten, weil &#8220;nicht brutal&#8221;, erlaubt. Das f&#252;hrt zu kuriosen S&#228;tzen wie dem in der Indizierungsentscheidung der BPjM (Blutrausch): &#8220;Die dargestellten T&#246;tungs- und Verletzungshandlungen sind grausam und unmenschlich.&#8221; Mir gruselt vor Leuten, die solche S&#228;tze schreiben. Ich dachte, wir h&#228;tten uns nach 1945 darauf geeinigt, dass das T&#246;ten von Menschen (Bava l&#228;sst das auch f&#252;r die Tiere gelten) prinzipiell grausam ist. Deshalb haben wir die Todesstrafe abgeschafft, statt nach der &#8220;humansten&#8221; Hinrichtungsmethode zu suchen.</p></blockquote>
<p>Teil 1: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30145/1.html">Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen</a></p>
<p>Teil 2: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30160/1.html">Einmal gef&#228;hrdungsgeneigt, immer gef&#228;hrdungsgeneigt</a></p>
<p>Teil 3: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30161/1.html">Amokl&#228;ufer unter sich</a></p>
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		<title>&#8230; und da musste er ohne Essen ins Bett.</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 13:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade Fire]]></category>
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		<category><![CDATA[Spike Jonze]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses Hollywood hat immer wieder kuriose Ideen. Ein Kinderbuch, das nun wirklich jeder kennt, in f&#252;nffacher Ausf&#252;hrung zuhause herumliegen hat, das aus vielleicht zehn S&#228;tzen (naja, so ungef&#228;hr) besteht, zu einem Spielfilm aufzublasen &#8230; aber immerhin macht das Spike Jonze und der Song von Arcade Fire ist nun wirklich wunderbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Hollywood hat immer wieder kuriose Ideen. Ein Kinderbuch, das nun wirklich jeder kennt, in f&#252;nffacher Ausf&#252;hrung zuhause herumliegen hat, das aus vielleicht zehn S&#228;tzen (naja, <a href="http://www.lambarene.de/pages/geschichte.html">so ungef&#228;hr</a>) besteht, zu einem Spielfilm aufzublasen &#8230; aber immerhin macht das <a href="http://www.imdb.com/name/nm0005069/">Spike Jonze</a> und der Song von Arcade Fire ist nun wirklich wunderbar. </p>
<p><object width="520" height="276"><param name="movie" value="http://www.traileraddict.com/emd/9813"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param><embed src="http://www.traileraddict.com/emd/9813" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" wmode="transparent" allowfullscreen="true" width="520" height="276"></embed></object></p>
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		<title>Clintessenz</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 15:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Clint Eastwood]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmuseum München]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Programm-Hinweis, bevor das Schlimmste passiert und noch mehr Filmperlen ungesehen bleiben. The Good, the Bad and the Ugly ist zum Beispiel schon durch, verloren, ach herrjeh, und so m&#252;ssen wir Verdammten dieser Erde wieder Jahre warten, um dieses Meisterwerk endlich im Kino zu sehen. Also: Das M&#252;nchner Filmmuseum zeigt derzeit eine Clint Eastwood-Retrospektive. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Programm-Hinweis, bevor das Schlimmste passiert und noch mehr Filmperlen ungesehen bleiben. <a href="http://www.imdb.de/title/tt0060196/">The Good, the Bad and the Ugly</a> ist zum Beispiel schon durch, verloren, ach herrjeh, und so m&#252;ssen wir Verdammten dieser Erde wieder Jahre warten, um dieses Meisterwerk endlich im Kino zu sehen.<br />
Also: Das M&#252;nchner Filmmuseum zeigt derzeit eine Clint Eastwood-Retrospektive. Die Reihe dauert zwar noch bis zum 24. Juni, doch heute Abend gibt es um 21 Uhr <a href="http://www.imdb.de/title/tt0066819/">The Beguiled (Betrogen)</a> von Don Siegel und als Vorfilm Eastwoods erste nominelle Regiearbeit <a href="http://www.imdb.de/title/tt0479222/">The Beguiled: The Storyteller</a> zu sehen, ein 12-min&#252;tiges Promo Reel &#252;ber die Dreharbeiten. Morgen um 21 Uhr wird <a href="http://www.imdb.de/title/tt0067588/">Play Misty for Me (Sadistico)</a> von 1971 gezeigt, der erste Spielfilm in der Regie von Clint Eastwood.</p>
<p><a href="http://www.stadtmuseum-online.de/aktuell/eastwood.pdf">Das Programm zu <strong>Clintessenz &#8211; Retrospektive Clint Eastwood</strong> gibt es beim Filmmuseum zum Downloaden.</a></p>
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		<title>Smaller than Life: Berlinale 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 21:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hauptstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berlinale war dieses Jahr f&#252;r mich gepr&#228;gt von Extremen. Auf der einen Seite die beeindruckende 70mm-Retrospektive: neben dem DDR-Kost&#252;m-Opus „Goya“ und dem Marlon-Brando-Spa&#223; „Die Meuterei auf der Bounty“ hab‘ ich noch „Lawrence von Arabien“ gesehen. Fast eine Reihe nach hinten gedr&#252;ckt hat mich im International aber John Fords letzter Western „Cheyenne Autumn“. Es war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berlinale war dieses Jahr f&#252;r mich gepr&#228;gt von Extremen. Auf der einen Seite die beeindruckende 70mm-Retrospektive: neben dem DDR-Kost&#252;m-Opus „Goya“ und dem Marlon-Brando-Spa&#223; „Die Meuterei auf der Bounty“ hab‘ ich noch „Lawrence von Arabien“ gesehen. Fast eine Reihe nach hinten gedr&#252;ckt hat mich im International aber John Fords letzter Western „Cheyenne Autumn“. Es war zwar keine restaurierte Kopie und sie hatte schwedischen Untertiteln, oder waren es norwegische? Aber die Farben und die Sch&#228;rfe des Monument Valley waren als echte 70mm-Projektion wirklich unglaublich. Und selbstredend ist auch ein mittelm&#228;&#223;iger Western von John Ford besser als fast alle neuen Filme.</p>
<p>Auf der anderen Seite gab es diese vielen ganz kleinen Momente. Nat&#252;rlich Andre Bujalskis feiner „Beeswax“, wo Bujalski wie schon bei „<a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/kunstpark/intuition/">Mutual Appreciation</a>“ Freunde von ihm beim allt&#228;glichen Konversationswahnsinn auf 16mm filmt. Diesmal als Gerichtsthriller ohne Thrill, wie er beim Q&#038;A danach zugab. Wieder geht es um Beziehungen und Unbeziehungen und all die sprachlichen Vermittlungsversuche, mit viel Witz und Fingerspitzengef&#252;hl. Auch die Asiaten haben mich wieder schwer beeindruckt. Etwa das stimmungsvolle koreanischen Road-Movie &#8220;My dearest Enemy&#8221; von Lee Yoon-Ki, bei dem ein Ex-P&#228;rchen durch Seoul kurvt, damit der Mann Geld f&#252;r seine Ex-Freundin auftreiben kann. Den st&#228;rksten Film fand ich „Claustrophobia“ von Ivy Ho. </p>
<p><img src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/claustrophobia.bmp" alt="claustrophobia" title="claustrophobia" class="aligncenter size-full wp-image-1409" /></p>
<p>Eine Geschichte von einer Handvoll Menschen, die zusammen in einem engen B&#252;ro in Hongkong eingepfercht arbeiten, in einem engen Aufzug und einem engen Auto nach Hause fahren. Es geht um das allt&#228;gliche Leben in Hongkong also, erkl&#228;rte die Regisseurin und nennt es auch ein Road-Movie. Wie beim koreanischen Film am Tag zuvor aber nur in einer Stadt. Der Film beginnt mit einer Autofahrt der Gruppe bei der sich zwei Personen anfangen zu streiten. Dann gibt’s einen pl&#246;tzlichen Sprung in die Vergangenheit und wenig sp&#228;ter weiter in die Vergangenheit… Der Film ist r&#252;ckw&#228;rts erz&#228;hlt, schafft aber das Au&#223;ergew&#246;hnliche, dass es einem wie eine normale Filmstruktur vorkommt. Langsam entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die mit dem Anfang ihren H&#246;hepunkt findet. Sehr stark. Das Drehbuch hat Frau Ho &#252;brigens f&#252;r Herrn To, genau: Johnny To, geschrieben. Nachdem er ein Jahr nix daraus gemacht hat, hat sie’s zur&#252;ckgekauft und selbst verfilmt. </p>
<p>Diesmal hab&#8217; ich nicht wie letztes Jahr mit &#8220;<a href="http://www.zweitens-magazin.de/blog/kunstpark/tropa-de-elite/">Tropa De Elite</a>&#8221; den Gewinnerfilm (&#8220;La Teta Asustada&#8221;) gesehen. Obwohl ich es mit dem etwas zu naiven &#8220;Mammoth&#8221; von Lukas Moodysson und dem gradlinig ber&#252;hrenden &#8220;London River&#8221; von Rachid Bouchareb durchaus versucht habe. Bei letzterem hat immerhin Sotigui Kouyaté den Preis als bester Schauspieler gewonnen. Aber irgendwie gewinnen bei der Berlinale ja immer fast alle Filme irgendwas.</p>
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