Der neue Akte X-Film Jenseits der Wahrheit ist so jenseitig lausig, dass sich kaum ein Wort darüber lohnt. Eine Story, die tatsächlich nur dadurch in Gang gehalten wird, dass ein pädophiler Ex-Priester alle 10 Minuten die Vision eines Ortes hat, an den dann hingefahren werden muss. Was der Ex-Priester nicht weiß, das weiß zur Not immer noch Google, etwa wie man eine Stammzellen-Therapie durchführt. Wenn geredet wird, dann fallen Phrasen so voller Peinlichkeit, dass man im Sessel unruhig auf- und abrutscht. Die paar Parallelmontagen, die das Ganze spannend machen sollen, sind dann auch noch so bieder und vorhersehbar, dass man alles in allem getrost sagen kann: In diesem Film kann kaum jemand irgendetwas. Zu allem Überfluss vergessen Filmemacher, Drehbuch-Autoren sowie Kollege Fox Mulder auch noch den Unterschied zwischen Schauspieler und Rolle. Will Mulder doch tatsächlich in brenzliger Situation laut Handy-Display anstatt Dana Scully eine Gillian anrufen. Hoffentlich, hoffentlich ist das tatsächlich ein Fehler. Das würde ich sogar noch verzeihen. Falls es als Witz, Gag oder sonst etwas gedacht ist, dann können diese Filmemacher nämlich wirklich nix. Aber auch gar nix.
