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	<title>zweitens-magazin.de &#187; Musik</title>
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		<title>Donny McCaslin</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 20:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Donny McCaslin]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich auf dem besten Konzert seit sehr, sehr langer Zeit. Es war ein Jazz-Gig, wo ich irgendwie gerade &#246;fters bin, als bei Pop oder Rock. Saxophonist Donny McCaslin hat in der Unterfahrt mit seinem Trio zwei Sets abgeliefert, die wirklich ungeheuerlich waren. Gut, ich sa&#223; ein Meter von der B&#252;hne weg und dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="image_left" src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/photo-0464-300x240.jpg" alt="photo-0464" title="photo-0464" width="300" height="240" class="alignnone size-medium wp-image-1309"  a>Gestern war ich auf dem besten Konzert seit sehr, sehr langer Zeit. Es war ein Jazz-Gig, wo ich irgendwie gerade &#246;fters bin, als bei Pop oder Rock. Saxophonist Donny McCaslin hat in der Unterfahrt mit seinem Trio zwei Sets abgeliefert, die wirklich ungeheuerlich waren. Gut, ich sa&#223; ein Meter von der B&#252;hne weg und dann ist in so einem kleinem Club der Sound halt quasi unverst&#228;rkt und einfach nur ph&#228;nomenal. Und wenn man dann wie ich nur gelegentlich solche intime Jazzclubatmosph&#228;re schnuppert, dann ist das jedes Mal echt erfrischend. McCaslin spielt einen harten Ton und muss in seinem Trio nur mit Bass und Schlagzeug quasi permanent ins Limit gehen. Kein Begleitklavier sorgt da f&#252;r sch&#246;ne Harmonien. Nach den Dinosauriern Sonny Rollins, Wayne Shorter und Co. z&#228;hlt McCaslin mittlerweile zu den besten Saxophonisten, die zu h&#246;ren sind. Scott Colley am Bass und Antonio Sanchez am Schlagzeug sind in der gleichen Liga. Zusammen hat das dann genau die pulsierende Energie, die wohl nur der Jazz hinbekommt. Eine CD hab&#8217; ich mir nat&#252;rlich auch gekauft, aber bis jetzt weigere ich mich, die Eindr&#252;cke von gestern mit irgendeinem Sound zu vermengen. </p>
<p>Im Video-Netz gibt&#8217;s leider nur eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=N0y5xjnMG-0">gro&#223;e McCaslin-Gruppe</a>, wo immerhin auch Colleys engagierter Bass-Stil zu bewundern ist. So ab Minute 4:20 geht das los, was McCaslin gestern zweieinhalb Stunden geboten hat. (Im gleichen schicken Hemd, was auf meinem Action-Foto nicht ganz zu erkennen ist) Leider bearbeitet Adam Cruz die Drums l&#228;ngst nicht so &#252;berraschend wie Sanchez. An der Trompete ist Dave Douglas, den ich lustigerweise letzten Freitag im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks mit der HR-Bigband gesehen hab&#8217;, was auch ein sch&#246;nes Konzert war. Aber derartig konzentrierte Kraft wie gestern in der Unterfahrt hab&#8217; ich selten erlebt.</p>
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		<title>Nashville Music</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 17:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
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		<category><![CDATA[Silver Jews]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz oft wird ja die erste Platte, die man von einem K&#252;nstler h&#246;rt, auch gleich die Lieblingsplatte. Ist dann hinterher nicht mehr zu &#252;bertreffen. Bei Bob Dylan war es bei mir „Nashville Skyline“, die wir vor fast zwanzig Jahren bei den Eltern eines Freundes fanden und die uns dann einen Sommer lang begleitet hat und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img class="image_left" src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/nashville1-300x141.jpg" alt="" title="nashville1"  a>Ganz oft wird ja die erste Platte, die man von einem K&#252;nstler h&#246;rt, auch gleich die Lieblingsplatte. Ist dann hinterher nicht mehr zu &#252;bertreffen. Bei Bob Dylan war es bei mir „Nashville Skyline“, die wir vor fast zwanzig Jahren bei den Eltern eines Freundes fanden und die uns dann einen Sommer lang begleitet hat und die ich immer noch umwerfend finde. In einer Februarwoche 1969 hat Dylan dieses Country-Album in Nashville eingespielt und Johnny Cash war zwei Tage davon dabei. Jetzt hat das deutsche Label „The Swingin‘ Pig Records“, das als Bootleg-Label bekannt ist, erstmals &#252;ber ein Dutzend Songs ver&#246;ffentlicht, die Cash und Dylan damals gemeinsam eingespielt haben. Von denen es jedoch au&#223;er „Girl of The North Country“ keiner auf Dylans Platte geschafft hat. Unter dem Titel „Songs from the real America“ gibt es da Songbook-St&#252;cke wie „You Are My Sunshine“ oder „That’s Alright Mama“, genauso wie die Cash-Hits  „I Walk The Line“ und „Ring of Fire“. Mit schmissigem Country-Rock lassen die beiden Herren pr&#228;chtig die Funken fliegen. Ganz stark! Bass-Barde Cash und Country-Revoluzzer Dylan als absolutes Dreamteam. Davon kann man absolut nicht genug bekommen. Wie diese Session &#252;berhaupt gerettet wurde, kann man <a href="http://djmonstermo.blogspot.com/2005/02/bob-dylan-and-johnny-cash.html">hier</a> nachlesen.</p>
<p>Um in Nashville und stimmm&#228;&#223;ig bei Cash zu bleiben: David Berman und seine Silver Jews haben mit „Lookout Mountain, Lookout Sea“ gerade mal wieder ganze Arbeit abgeliefert. Und so geb&#252;hrt auch dem gro&#223;en Lyriker Berman die abschlie&#223;enden Worte, wenn er in seinem „Strange Victory, Strange Defeat“ zur Rebellion gegen den Durchschnitt aufruft: </p>
<p>„<em>What’s with all the handsome grandsons in these rockband magazines? And what have they done with the fat ones, the bald, &#038; the goateed!?” </em></p>
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		<title>Bill Callahan vs. Dinosaur Jr.</title>
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		<pubDate>Thu, 22 May 2008 13:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<description><![CDATA[So ein Schmarrn! Da sitzt man oft wochenlang herum und wartet darauf, endlich mal wieder auf ein Konzert zu kommen und dann so was: morgen spielen fast ein halbes Dutzend interessanter Musiker gleichzeitig. Wer sich so was ausdenkt?!? Okay, die Texaner Explosions In The Sky mit ihren instrumentalen Soundfl&#228;chen h&#228;tte ich mir im Feierwerk vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="image_left" src="http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/smog21.jpg" alt="Bill Callahan" />So ein Schmarrn! Da sitzt man oft wochenlang herum und wartet darauf, endlich mal wieder auf ein Konzert zu kommen und dann so was: morgen spielen fast ein halbes Dutzend interessanter Musiker gleichzeitig. Wer sich so was ausdenkt?!? Okay, die Texaner Explosions In The Sky mit ihren instrumentalen Soundfl&#228;chen h&#228;tte ich mir im Feierwerk vielleicht nicht unbedingt angeschaut, m&#252;ssen aber live wirklich gut sein. Und Elektrofrickler und Turntable-Rocker Schneider TM treibt in den Kammerspielen erst in der Sp&#228;tschicht die Beats an. Ist also durchaus mit einem zweiten Konzert zu kombinieren. Dass aber Dinosaur Jr. und Bill Callahan gleichzeitig spielen, da bin ich echt sauer. Die Indierock-Heroen waren letztes Jahr nur als Vorband der Red Hot Chili Peppers im Olympiastadion da, davor vielleicht vor zwanzig Jahren. Morgen also in der Muffathalle. Und Bill Callahan hat auch zuletzt in den 90ern seine meditativen Depri-Epen zelebriert. Damals, meistens im Substanz, machte er alles allein und nannte sich Smog. Jetzt hat er eine Band und nennt sich Bill Callahan. Lustig. Aber da ich letztes Jahr f&#252;r einen Chili-Pepper-freien Auftritt von Dinosaur Jr. extra nach Berlin gefahren bin – was sich sehr gelohnt hat – wird es morgen der Herr Callahan im Orangehouse werden. Der hat auch noch den schottischen Barden Alasdair Roberts dabei, zu dessen Balladen man sich allein schon prima betrinken k&#246;nnte. Aber Gitarren-Gott J. Mascis gleichzeitig in der Stadt zu wissen…</p>
<p>Also bitte: sch&#246;n sich morgen beschallen lassen und dann schreiben, wie’s war. Der Schatten auf dem Callahan-Bild ist &#252;brigens Joanna Newsom, mit der er seit einiger Zeit liiert ist.</p>
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		<title>Alela Diane</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 15:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstpark]]></category>
		<category><![CDATA[Alela Diane]]></category>
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		<description><![CDATA[Dem Plattenladen meines Vertrauens ist mal wieder zu danken, denn er hat eine junge Folkdame aus Kalifornien erst auf CD aufgetrieben und bringt sie jetzt am Dienstag sogar in M&#252;nchen auch noch auf die B&#252;hne. Alela Diane hei&#223;t sie und macht unaufgeregte Musik, haupts&#228;chlich mit der Gitarre und ein paar wenigen weiteren akustischen Instrumenten. Teilweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Plattenladen meines Vertrauens ist mal wieder zu danken, denn er hat eine junge Folkdame aus Kalifornien erst auf CD aufgetrieben und bringt sie jetzt am Dienstag sogar in M&#252;nchen auch noch auf die B&#252;hne. Alela Diane hei&#223;t sie und macht unaufgeregte Musik, haupts&#228;chlich mit der Gitarre und ein paar wenigen weiteren akustischen Instrumenten. Teilweise sind es bluesige S&#252;dstaaten-Nummern und manchmal singt die ganze Gro&#223;familie mit. Der eigenartige Gospel-Einschlag und die starke Stimme sind auch beim oftmaligen H&#246;ren immer noch faszinierend. Alela Diane tappt immer haarscharf an der Hippie-Falle vorbei und hat genug Reibungspotenzial, um in der Presse schon mit Cat Power und Joanna Newsom verglichen zu werden. K&#246;nnte also bald gro&#223; rauskommen, die 25-J&#228;hrige. Mal sehen. Auf jeden Fall macht sie ihre Sache wirklich gut. Und singt im Rahmen der 5-Jahre Resonanz-Jubil&#228;um-Feier in der Roten Sonne. Am Mittwoch dann auch in Berlin. Mit Mariee Sioux ist auch noch eine weitere neue Folkfee dabei. Die mir pers&#246;nlich aber doch etwas zu s&#252;&#223;lich ist.</p>
<p>Alela Diane hat <a href="http://www.aleladiane.com/">hier</a> ihre Homebase und <a href="http://www.myspace.com/alelamusic">hier</a> gibt’s was zu h&#246;ren und sehen. „The Rifle“ von ihrer bisher einzigen hierzulande erh&#228;ltlichen Platte „The Pirate’s Gospel“ ist zu empfehlen. Mariee Sioux gibt’s <a href="http://www.myspace.com/marieesioux">hier</a>.</p>
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		<title>The Holy Sam</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 16:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iron & Wine]]></category>
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		<category><![CDATA[Sam Beam]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wusste man ja eigentlich schon vorher, dass Iron &#038; Wine mehr als nur wundersch&#246;n verspielte Folkmusik machen. Sam Beams Auftritt passte aber wirklich unglaublich in die St. Jakobs Kirche in Dachau. Noch vor dem ersten Song erkl&#228;rte der b&#228;rtige Barde zu kleinen technischen Problemen, dass wohl da oben jemand was gegen eine Rock-Show in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.zweitens-magazin.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/iron-wine.jpg' alt='iron-wine.jpg' class="image_left"/>Das wusste man ja eigentlich schon vorher, dass Iron &#038; Wine mehr als nur wundersch&#246;n verspielte Folkmusik machen. Sam Beams Auftritt passte aber wirklich unglaublich in die St. Jakobs Kirche in Dachau. Noch vor dem ersten Song erkl&#228;rte der b&#228;rtige Barde zu kleinen technischen Problemen, dass wohl da oben jemand was gegen eine Rock-Show in einer Kirche habe. „Aber wir h&#246;ren sowieso nicht auf Gott“, meinte Beam lachend. Gleich bei der ersten Nummer „Trapeze Swinger“ sang er aber was von “God and Lucifer” von “An angel kissin on a sinner”. Zwar metaphorisch gemeint. Trotzdem wurde man das Gef&#252;hl nicht los, dass es Beam und seiner Schwester Sarah schon sehr gut gefiel in diesem barocken Ambiente. Zusammen sangen sie in h&#246;chsten T&#246;nen von der Melancholie. Und zwar derma&#223;en engelsm&#228;&#223;ig, dass einem Angst und Bange wurde. Fast schon transzendent. Und der von meiner schlechten Handykamera rechts au&#223;en eingefangene Paul Niehaus legte gleich noch seinen sanften Slidegitarren-Segen dar&#252;ber. So and&#228;chtig ging es los das Konzert – und so endete es auch. Dazwischen halfen noch f&#252;nf weitere Musikanten, Beams bezaubernd krude Geschichten zu vertonen. Neben Slide-Gigant Niehaus (Calexico) etwa noch Ben Masarella (Califone) an seinen bunt klimpernden Percussions. Tats&#228;chlich eine Offenbarung in einer am Ende ziemlich kalten Kirche. Und voll war das Haus auch. Knapp f&#252;nfhundert begeisterte J&#252;nger.</p>
<p>Iron &#038; Wine haben <a href="http://www.ironandwine.com/">hier</a> ihre Homepage und spielen noch am 20. in Hamburg, am 26. in K&#246;ln, am 28. in Frankfurt, am 29. in Bielefeld und am 30. in Berlin. Bei Letterman sind sie <a href="http://youtube.com/watch?v=hvh4xitM2qI">auch</a> schon aufgetreten. Sch&#246;ner ist es aber <a href="http://youtube.com/watch?v=0XXD20DhV4c">hier</a>, noch mit kurzen Haaren.</p>
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		<title>Noch mehr Dylan</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2008 19:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Um gleich mal im Kunstpark so ein All-Area-Ding zu bringen, ich hab&#8217; bei einem Kopenhagen-Trip Todd Haynes&#8217; verr&#252;ckten Bob-Dylan-Film &#8220;I&#8217;m not there&#8221; gesehen, der bei uns Ende Februar in die Kinos kommt. Dort gibt&#8217;s ja gleich massenweise Dylans: Richard Gere als Billy-the-Kid-Dylan. Heath Ledger als Film-Star-Dylan. Christian Bale als Religions-Dylan. Oder Cate Blanchett als elektrifizierter Rebellions-Dylan. Lauter Schauspielk&#246;nner die eine Facette [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um gleich mal im Kunstpark so ein All-Area-Ding zu bringen, ich hab&#8217; bei einem Kopenhagen-Trip Todd Haynes&#8217; verr&#252;ckten Bob-Dylan-Film &#8220;I&#8217;m not there&#8221; gesehen, der bei uns Ende Februar in die Kinos kommt. Dort gibt&#8217;s ja gleich massenweise Dylans: Richard Gere als Billy-the-Kid-Dylan. Heath Ledger als Film-Star-Dylan. Christian Bale als Religions-Dylan. Oder Cate Blanchett als elektrifizierter Rebellions-Dylan. Lauter Schauspielk&#246;nner die eine Facette des Singer-Songwriters in einer eigenen Story spielen.  Mal in leuchtenden Farben, dann wieder schwarz-wei&#223; wie bei Fellini. Toll gefilmt. Und Haynes springt wie ein Derwisch umher zwischen seinen Geschichten. Das ganze hat nat&#252;rlich das &#252;bliche Hollywood-Biopic bereits nach wenigen Minuten in Kleinholz verwandelt. Ist aber unglaublich spannend, teilweise nicht unanstrengend &#8211; wie Dylan halt selbst. Cate Blanchett spielt logischerweise am unglaublichsten, weil Dylan-Frau ist nat&#252;rlich doch gewagt. Aber wie sie mit den Beatles Teletubbies spielt oder mit Ginsberg kifft, ist echt &#8217;ne Show. Und dann gibt sie auch noch eine tolle Rockversion von &#8220;Ballad of a Thin Man&#8221; zum Besten, wo ich im Kino gleich gedacht hab&#8217;, die singt ja auch nicht schlecht. Aber denkste! Der Todd Haynes schei&#223;t n&#228;mlich auf das &#8220;Die Stars singen selbst&#8221;-Prinzip und hat sch&#246;n mal Leute vom Fach ran gelassen. Und wie!</p>
<p>Denn der Soundtrack zu &#8220;I&#8217;m not there&#8221; ist vielleicht noch besser als der Film. Schlappe vier LPs sind das. 33 Songs vom Who-is-Who der aktuell ernstzunehmenden Musikgilde. Blanchett darf ihre Lippen n&#228;mlich zum Gesang von niemand anderes als Ex-Pavement-Schluffi-Gott Stephen Malkmus bewegen. Der zusammen mit den Million Dollar Bashers (einer extra f&#252;r den Soundtrack zusammengefundenen Band aus Sonic Youth-, Wilco-Mitgliedern oder dem Dylan-Bassisten Tony Garnier) den Blues entdeckt, als h&#228;tte er Jahre lang nur darauf gewartet. Unglaublich finde ich das. Neben den Bashers ist Calexico die zweite Hausband von &#8220;I&#8217;m not there&#8221;. Geht&#8217;s noch besser?!? Die machen entweder mit Iron&amp;Wine aus &#8220;Dark Eyes&#8221; sch&#246;n glimmende Lagerfeuermusik, mit Charlotte Gainsbourg (die auch mitspielt) aus &#8220;Just like a Woman&#8221; einen gehauchten Traum oder stehen mit Jim James von &#8220;My Morning Jacket&#8221; mit der Zirkusnummer &#8220;Goin&#8217; to Acapulco&#8221; sogar vor der Kamera. An Herrn James kann ich erinnern, Calixico hab&#8217; ich nicht wirklich erkannt. Aber den Film sollte man sowieso &#246;fter sehen. Cat Power stellt bei &#8220;Stuck inside of Mobile with the Memphis Blues again&#8221; ihre ganze Mississippi-Referenz unter Beweis. Dazu gibt&#8217;s auch noch Los Lobos, Sonic Youth, Sufjan Stevens, Richie Havens himself oder den G&#228;nsehaut-Garanten Mark Lanegan. Den Vogel schie&#223;t Antony &amp; The Johnsons ab. Der covert tats&#228;chlich &#8220;Knockin&#8217; on Heaven&#8217;s Door&#8221;. Kann man eigentlich nicht mehr bringen. Der zarte Antony schon! Das l&#228;uft beim Abspann, sozusagen als Bonusnummer. Ansonsten gibt&#8217;s im Film &#252;berwiegend die Originale. Am Ende sag&#8217; ich mir: kauf dir endlich alle restlichen Bob Dylan Platten!!!</p>
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