Dann also doch WordPress auf die Version 2.5 hochgeschraubt. So dermaßen dilletantisch, als ob ich zum ersten Mal ein Blog-Update durchgeführt hätte. Vor der Datenbank-Konvertierung von Latin1 auf UTF8 drücke ich mich noch. Wäre wohl schlau, aber soweit ich das bisher überblicke, hat trotzdem alles ganz gut funktioniert. Dennoch die Bitte, weil diesmal alles ein wenig heikler zu sein scheint: Falls einem lieben Leser irgendetwas auffällt, was nicht mehr geht oder schlimm aussieht, dann möge er das doch bitte in die Kommentare schreiben. Dank dafür.

Nein, Fanfaren. Ein paar Takte später wäre eh nix mehr gegangen mit dem Aufnehmen. Und außerdem braucht niemand Hardcore-Konzerte aus der Konserve. Aber diese Fanfaren! Die wollte ich seit einer halben Ewigkeit noch einmal hören. Eigentlich seit 1991. Et voila! Vollgas!

Das ist sozusagen die Fortsetzung von Zeitlos schön und endlich ein Test für dieses Audio-Plugin.

Ich werde jetzt für ein paar Minuten pubertär. Hilft ja nichts. Es geht um die Toten Hosen, über die man kein Wort verlieren müsste. Dass ich überhaupt noch mitbekomme, was diese Heinis heute machen, liegt nur daran, dass ich als jugendlicher Stöpsel bei meinem ersten Plattenkauf neben der “Walk among us” von den Misfits auch eine Platte von ihnen gekauft habe und wir es damals mordssubversiv fanden, im Sportunterricht “Ficken, Bumsen, Blasen” zu gröhlen. Saudumm, aber wir kamen uns recht cool punkmäßig dabei vor. Es ist mir heute peinlich. Wenn Campino heute irgendwo im Fernsehen auftritt, ist es mir peinlich und wenn auf einer Party ein Hosen-Lied gespielt wird und alle gröhlen, könnte ich im Boden versinken vor Scham. Zum Glück habe ich schon lange keinen so stillosen Plattenaufleger mehr erleben müssen. Sonst sind mir die Toten Hosen schlicht und einfach egal. Tote Hosen, Sportfreunde Stiller, Monrose – alles irgendwo das Gleiche. Dennoch bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass es für dieses Karaoke-Spiel “Singstar” auf der Playstation seit ein paar Wochen eine Ausgabe mit Liedern ausschließlich von den Toten Hosen gibt. Bemerkenswert finde ich es deshalb, weil dann doch – wider besseres Wissen – eine ganz kurze pubertäre Wut in mir hochsteigt. Sie ist sofort wieder weg. Aber trotzdem. Ich stelle mir vor, wie ein paar Teenies in den MediaMarkt laufen, sich dieses Spiel kaufen, dann zuhause Alkopops trinken und Hosen-Songs mitgröhlen. Mordssubversiv werden sie sich dabei vorkommen, total dangerous, wie wir damals. Keinen Deut schlechter, besser und nicht weiter der Rede wert ist das. Das ist mir schon klar. Vielleicht kommt dieser kurze Moment der Wut eher durch das lächerliche Video zum Spiel auf der Website der Band. Meine Güte, ist das pubertär! So witzig! Haha! Und das ist dann der Moment, an dem auch ich pubertär kratzbürstig werde und mir denke: Muss man sich denn heute für gar nichts mehr rechtfertigen? Ist wirklich alles absolut scheißegal? Geht’s absolut nur noch ums Geld? Die Anworten kenne ich, verkaufen kann man alles und die Toten Hosen sind sowieso ein schlechtes Beispiel, ich weiß. Um die Toten Hosen geht es mir eigentlich gar nicht. Wie gesagt, die sind mir absolut egal.
Das waren meine pubertären fünf Minuten.

Ich habe mal GO spielen gelernt. Das fiel mir neulich wieder ein, als ich einen Artikel in der c’t gelesen habe über verschiedene Ansätze der KI-Forschung, Strategiespielen Herr zu werden und Programme zu entwickeln, die es aufnehmen können mit Menschen. Während Schachweltmeister schon von Maschinen geschlagen wurden, ist das im GO noch nie passiert. GO-Programme gewinnen bisher nicht gegen gute Spieler. Gegen mich gewinnen sie leider meistens (naja, eigentlich immer).

Während des Studiums kam gegelegentlich ein netter Kommilitone bei mir vorbei mit einem selbstgeschriebenen GO-Programm auf Diskette, an dem er nebenbei herumbastelte. Wenn ich ihm die Tür aufmachte, grinste er immer schon recht gemein und erzählte irgendetwas vom Bewertungsalgorythmus, der jetzt besser sein müsste und ob ich nicht mal ein Spiel wagen wolle. Wahrscheinlich kannte sein Programm gerade mal die Grundregeln. Für mich hat es meistens gereicht. Er war zufrieden und vergaß sein spöttisches Grinsen meist erst dann, wenn er mir ein, zwei neue Songs seiner Surfpunk-Band vorspielen konnte.

Egal. Kein Meister vom Himmel, usw … Ich will wieder GO spielen. Nur: Dann müssten andere auch GO spielen. Computer sind ja keine Gegner. Hüstel.

Lange Rede, wenig Sinn außer folgendem: Vielleicht mag ja einer der lieben Freunde auch GO lernen. Ich habe beim Herumsuchen im Netz einen schönen Kurs gefunden, der die Grundregeln sehr schön erklärt. Man darf dort herumklicken und ausprobieren und auf Deutsch ist das Ganze auch noch:

The Interactive Way To Go

Macht Spaß, im Ernst! So ein schönes Spiel! Und ich brauche Gegner …

Weil´s so schön war, noch ein Symbolfoto: Ergebnisse des Aufenthaltes in Montalcino und unserer Fahrt durch das Chianti.

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Leckerbissen:
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    • slu: Prima Teil, schönen Dank für den Tipp.
    • maxl: danke dir Karl, das muss noch auf Tape für die routes nationales, ab...
    • alpe: “… sueddeutsche.de, Deutschlands beste...
    • 42317: Nach meiner Japanerfahrung stimmt der Kommentar von Herrn Koelling....
    • Ben: Wenn man die Vorbereitung als Maßstab nimmt, dann wird Holland in der...
    • Verstand in Gefahr?!: Die Gruppe E verspricht durchaus spannend zu werden....
    • maxl: wunderschön. und so kurz. danke
    • slu: Ganz ehrlich: eigentlich ein Skandal, dass die Algerier dabei sind und...
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