Muss ich mich jetzt auch noch für Galatasaray interessieren? Das Schicksal der anderen beiden großen Istanbuler Clubs, Beşiktaş und Fenerbahçe, verfolge ich seit einiger Zeit sowieso. Als Beşiktaş letztes Jahr im UEFA-Cup gegen Leverkusen gespielt hat, war ich mir gar nicht so sicher, welcher Mannschaft ich die Daumen drücken soll. Dass Leverkusen ein deutscher Club ist, ist mir vollkommen egal. Auch das ewige Geheule, weil ein paar UEFA-Cup-Startplätze für deutsche Teams verloren gehen könnten, beeindruckt mich nicht weiter. Dann spielen eben weniger mittelmäßige deutsche Mannschaften mit. Nicht schade drum. Wichtiger ist da: Ich kenne das Inönü-Stadion, in dem Beşiktaş spielt. Das Stadion von Leverkusen kenne ich nicht und den Club finde ich spätestens seit dem Weggang von Berbatov stinklangweilig. In das Beşiktaş-Stadion dagegen habe ich mich verliebt. Wenn man vom Taksim über die Cad. Gümüşsuyu kommt und dann hinter den grauen Stadion-Dächern den Bosporus liegen sieht, wie er in der Sonne glitzert und funkelt, dann an den angeblichen Dezibel-Rekord der Fans denkt, dann … Nein, keine Gymnasiasten-Lyrik an dieser Stelle, lieber den Verweis auf ein paar Bilder. Das Stadion ist wunderschön.
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War ja reichlich wenig los auf unserem Blog in den letzten Tagen. Keine Geschichten, keine Posts, nicht einmal über Fußball. Deshalb hier In aller Form eine Entschuldigung an treue Leser, die ab und an doch vorbei geschaut und nix, rein gar nix bekommen haben für ihren Klick, nicht einmal ein wenig Spott über eine SPON-Überschrift. Einfach nix.
Wird sich jetzt wieder ändern. Versprochen. Mein neuer Netzanschluss sollte heute Abend noch in Betrieb gehen können, so Gott und der TK-Techniker wollen. Was ist man hilflos ohne Internet! Nicht einmal eine Pizza … Außerdem kommt auch Katrin wieder zurück aus den hohen Gefilden der Literatur-Kritik (übrigens: Kennt ihr den Link schon?). Dann wieder und noch mehr: volle Pulle Bloggen.

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Vorbereitungen für einen Umzug haben auch schöne Seiten. Man findet Zeug, von dem man bisher gar nicht wusste, dass es überhaupt existiert. Mir war nicht bekannt, dass es Fotokopien meiner ersten Deutsch-Schulaufgaben gibt, bis ich vor ein paar Tagen eine gefunden habe. Leider ist es nicht die allererste Geschichte meines Lebens, aber immerhin. Ich habe ein wenig überlegt, ob man dieses Werk bloggen kann oder ob das allzu eitel daherkommt. Aber what the fuck! Ich bin eitel. Außerdem habe mich gut amüsiert beim Lesen. Ich fürchte, ich habe genauso geschrieben, wie es der Lehrer in den Wochen vorher empfohlen hatte. Quasi lehrbuchmäßig. Anscheinend hatte ich gerade eine Technik für mich entdeckt, die ich damals für die höchste Kunst der Spannungserzeugung gehalten haben musste, nämlich möglichst oft zu schreiben: “Schweiß bricht aus allen Poren”. Bei so viel Schweiß, wie in dieser Geschichte mit dem Titel “Wie ich einmal große Angst hatte” auf den Boden tropft, wundert es mich heute, dass ich damals nicht in den Pfützen ausgerutscht bin (Aquaplaning) beim Hinuntersteigen der Kellertreppe. Aber ein Geheimnis: Ich habe die Geschichte damals erfunden. Ich hatte nie Angst. Die kam später.

Wer die Erlebniserzählung lesen mag, kann auf das Bild klicken. Wem meine damalige, krakelige Handschrift zu mühsam ist, der kann hier weiter lesen. Ich habe die Geschichte abgetippt. Okay, okay. Das ist jetzt wirklich eitel.
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heute: „wie intressiert man männer“ von x11111xxx.dip0.t-ipconnect.de (name von der redaktion geändert)

liebe(r) x11111xxx.dip0.t-ipconnect.de,
offenbar kennst du nicht allzu viele männer, die du so etwas fragen könntest, sonst müsstest du wohl nicht google bemühen. also: rechtschreibung wäre schon mal ein erster schritt in die richtige richtung. und wenn du den satz dann noch in anführungszeichen setzt, weiß google schon mal ein bisschen genauer, was du wissen willst. in diesem fall bleibt unser aller suchmaschine allerdings sprachlos. was bedeutet: kein anderer hat jemals diese frage im internet veröffentlicht. was nicht bedeutet: dass nicht schon ganz schön viele menschen sich (oder eben google) diese frage gestellt hätten. und da wir neuerdings nicht nur ein tier-blog, sondern ab sofort auch ein help- & simplify-your-life-blog sind (man tut, was man kann!), haben wir uns für dich auf die suche begeben. unsere ergebnisse:
a) carlotta1959 meint, dass sich männer nicht für wenig oberweite interessieren, „habe kaum Oberweite aufgrund dessen, womit viele männer ein Problem haben!“ behauptet sie im sexkontaktblogg (abhilfe dagegen findest du hier oder in tschechien).
b) die allgemeine hotel- und gastronomie-zeitung wiederum weiß seit heute morgen, dass sich männer weder für bio noch für bio-trends interessieren, sie seien regelrechte „bio-muffel“ heißt es gar.
c) horizont.net hat zudem herausgefunden, dass auch mode den männer immer egaler ist.
d) über das problem, das sich die männlichen besucher des metal-festivals in wacken prinzipiell nicht für frauen interessieren, existiert ein 51-seitiger thread – vielleicht hilft der ja weiter? zitat: „meine kollegen haben die theorie, dass die allermeisten metaller, die nach wacken gehen so mit der musik und dem saufen beschäftigt sind, dass sie 3 tage lang gar keine zeit mehr zum frauen-kennenlernen haben. könnte das stimmen?“
angesichts dieser erhellenden faktenfaktenfakten, stellt sich mir endlich nurmehr eine frage: wieso willst du das eigentlich wissen?

vor ein paar tagen habe ich versucht, diesen artikel zu kommentieren, nur leider ist mein kommentar bislang nicht erschienen. nun muss ich natürlich davon ausgehen, dass er dem autor des zugehörigen artikels nicht gepasst hat (ich schwöre: „langsam nervt´s“ war die einzige ausfälligkeit, ansonsten war er absolut nüchtern formuliert. doch berichtigte er eben einige der falschaussagen von f!xmbr). was mich nur erneut darin bestätigt, dass diejenigen, die am lautesten nach aufklärung schreien, weil sie hier und da und dort verschwörungen vermuten, am freimütigsten zensieren – und sich also zuallererst selbst der verschwörung schuldig machen. weiß man das, werden die kommentare wertlos – da sie auf einer auswahl beruhen, die von objektivität nichts wissen will. natürlich darf ein blogger das, nur schade ist es halt, schließlich liest man blogs gerade auch deswegen: um eine diskussion zu verfolgen, um andere meinungen als die des verfassers zu erfahren, um noch mehr informationen zu sammeln, um die eigenen ansichten gegenebenfalls zu revidieren oder zumindest zu erweitern. und um andere blogs kennenzulernen natürlich. weil das so ist, gibt es natürlich eine menge hohle kommentare, die mit dem satz „finde ich auch“ nichts weiter als werbung für den eigenen blog machen wollen. über dieses „re-stating the obvious“ hat sich sven schon vor längerem recht schön ausgelassen.
tatsächlich sind das immer einzelfall-entscheidungen. täglich löscht man ein paar spam-comments, wir hier haben bislang nur einen wohl wirklich ernst gemeinten kommentar entfernt, weil er ohne name und emailadresse hinterlassen war, und das finde ich nunmal so unhöflich wie unanständig. allerdings geht das nicht allen so: über den artikel “anonyme hetzer und spinner“ haben sich einige ziemlich aufgeregt, weil sie ihn als aufruf zur rechte-beschneidung empfanden, ich finde ihn gar nicht so falsch. obwohl er natürlich am kernproblem nichts ändert, da viele es nicht einmal für nötig befinden, ihre hetze und spinnerei zu anonymisieren.
vor allem für tageszeitungen ist das ein relatives problem, da die nicht so schnell wie blogs reagieren können – tragisch vor allem deswegen, da diese bühne ja doch eine nochmal deutlich größere ist als die der blogs. karl hat das hier ja bereits dokumentiert – in sachen faz und el masri – auch stefan niggemeier hat´s – in sachen welt – versucht und musste die kommentare aber leider bald wieder schließen, weil es zu direkten drohungen kam. bleibt einem nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass die räudigen köter nur bellen und das beißen längst verlernt haben.

nachtrag um kurz vor eins: sehe eben, dass heute auch thomas knüwer in seinem handelsblatt-blog “indiskretion ehrensache” über das kommentar-problem schreibt. er prophezeit eine ungestörte Vermehrung der Brüllaffen – schön zu lesen!

Zürich - MÜNCHEN - Berlin
  • Musste auch gesagt werden

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