Eine sagenhaft originelle Form des Telefonmarketings just in diesem Moment: Das Telefon klingelt, eine Computerstimme entschuldigt sich dafür, dass ich in einer Warteschleife gelandet wäre. Als Entschädigung bekäme ich einen Tankgutschein. Ich habe trotz Schleife nicht gewartet. Entschuldigung.

Ich habe kein Auto und nicht vor, mir eines anzuschaffen. Lästig, dass meine Telefonnummer offenbar all diesen widerlichen Firmen bekannt ist. Und das, obwohl ich höllisch aufgepasst habe. Beruhigend aber, dass es ihnen trotz all dieser unverschämten Dreistigkeit anscheinend noch nicht möglich ist, Zugriff auf die Datenbanken der KFZ-Meldestellen oder ähnliches zu bekommen.

Und hoffentlich hätte es eben nicht “scheinbar” heißen müssen …

Sicherlich ist es eine Kunst, gute Drogen von schlechten unterscheiden zu können. Die Relevanz dieser Fähigkeit für die Praxis wagt sicherlich niemand in Frage zu stellen. Folgerichtig dokumentiert die netzeitung in ihrem Feuilleton Ausschnitte aus einem Buch von Ingo Niermann und Adriano Sack über Drogen. In diesem Artikel erfährt man dann, wie man gutes Kokain von schlechtem unterscheidet und einiges über den “würzig-süßen Geruch” von Haschisch. Süß ist dann auch die Rückversicherung der netzeitung – für den Fall, dass sich ein Leser tatsächlich ein Stück Haschisch in den Hintern stecken sollte (eine Methode des Konsums, die sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben sollte – so dachte man sich wohl – ebensowenig wie jene, sich einen LSD-Trip unters Augenlid zu schieben). Aber weiter im Text:

Aber vergessen Sie nicht: Illegale Drogen werden nicht dadurch legal, dass man möglichst viel über sie weiß. Und gesünder werden sie dadurch auch nicht. Wer fit bleiben und alt werden möchte, kauft im Biomarkt, treibt Sport und denkt über Bewusstseinserweiterung erst lieber gar nicht nach.

Muss er auch nicht mehr. Nach so einem Satz ist zum Thema Bewusstseinserweiterung eigentlich alles gesagt – zumindest über die Möglichkeiten das Feuilletons, einen nicht unerheblichen Teil dazu beizutragen. Oder war das ein Witz?

Sowas kommt beim Superbösewicht-Persönlichkeitstest heraus, wenn man seine Sympathien für den Feminismus äußert. Einmal falsch geklickt und schon ist man der mütterliche Typ. Ist das aus feministischer Sicht jetzt gut oder schlecht? Immerhin hätte es fast zu Magneto gereicht …

Your results:

You are Mystique

Mystique
70%
Magneto
58%
The Joker
56%
Riddler
56%
Dark Phoenix
56%
Apocalypse
51%
Venom
50%
Poison Ivy
48%
Catwoman
42%
Juggernaut
38%
Mr. Freeze
36%
Dr. Doom
35%
Lex Luthor
30%
Green Goblin
22%
Two-Face
14%
Kingpin
9%
Sometimes motherly, sometimes a beautiful companion, but most of the time a deceiving vixen.


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Ums Boxen ging es sowieso nicht am Samstag Abend auf RTL, als Henry Maske sein großes Comeback feierte gegen einen deutlich unterlegenen Virgil Hill. Böse geunkt wurde ja, Maske könne nur verlieren und würde wie ein geprügelter Hund nach Hause schleichen. Der sportliche Wert der Veranstaltung wurde im Vorfeld allerorten tief im Minus-Bereich veranschlagt. Der Kampf war dann auch stinklangweilig, was Maske nicht weiter zu stören braucht. Gewonnen ist gewonnen.

Bitter ist nur, was der Sport selbst dem Sender RTL in seiner Sportveranstaltung war: absolut lästig. Der Kampf: 14 Runden Werbung mit 12 Boxunterbrechungen, kaum Wiederholungen, Zeitlupen, Analysen oder ähnliches, in den Rundenpausen schon gleich gar nicht, wäre zwar interessant, brächte aber kein Geld. Gefühlte tausend Mal musste man sich anhören, welche Autofirma in ihrer grandiosen Güte den Abend präsentiert (oder war es eine Reifenfirma, Rasiergel, Waschmittel, Hundekuchen? Bekommt das überhaupt irgendjemand mit bei dieser Form der Belästigung? Nebenbei: Wer präsentiert denn gleich nochmal die Sportschau?) Als dann der finale Gong ertönt, der Kampf zu Ende ist, die RTL-Uhr aber immer noch einige Sekunden anzeigt, war das nicht einmal eine Bemerkung wert. Stattdessen die Bestätigung der eigenen Wichtigkeit in allen Tonlagen: Sensation! Wahnsinn! Sportgeschichte sei geschrieben worden! Maske einer der Allergrößten! Hier bei RTL!

Und irgendwann tat einem sogar Maske trotz Sieg und Millionengage leid. Wollte er also tatsächlich nochmals boxen, um seinen Karrieremakel zu korrigieren, trainierte hart, machte sich auch gar nicht lächerlich und trotzdem wird sein Boxabend als Farce in Erinnerung bleiben. Ums Boxen ging es gar nicht bei RTL.

PS: Ja, man darf sich immer noch über Fernsehwerbung aufregen.

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Zürich - MÜNCHEN - Berlin
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    • karl: Mir macht das Buch bisher auch ziemlich Spaß. Das Lustige an dieser...
    • Max: Yep, hat mich auch mächtig geärgert, dieses ganze Feuilleton-Gerausche...
    • Mein Lieblingswitz! (2) -- zweitens-magazin.de: Dichter, wissen’S....
    • Max: kimmi grad zruck
    • hansn: Gfoit ma
    • hansn: In welcher Gruppe sind die eigentlich bei der EM?
    • Max: …nicht zu verwechseln mit der Schweizer Nati, gell8
    • hansn: korrigiere: “gibts”
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