… wie ich das finden soll: Für die deutsche Ausgabe der Vanity Fair hat Michel Friedman den Ex-RAFler und heutigen strammen Rechten Horst Mahler interviewt, der ihn anfangs sogleich mit “Heil Hitler” begrüßt. Notwendige Aufklärung oder unnötige Bereitstellung einer Plattform? Keine Ahnung – aber lest selbst: Teil 1 des Interviews, Teil 2. Kommentare bitte gerne!

Schlagwörter:

Zu diesem Eintrag gibt es 5 Kommentare.

  1. Finde ich nicht gut, das zu posten.

    Das ist genau das, was die Vanity Fair damit wollte – FAME!

    Die tun so, als ob sie Mahler entlarven wollten – dabei geht’s denen doch nur darum, dass wir alle dieses Interview posten, drüber reden …

    letztlich also um Auflage.

    Zweifelhaft!

  2. karl
    02 Nov 07
    14:42

    Naja, unsere “Auflagen”-Steigerung hier wird sich in Grenzen halten, fürchte ich :)

    Letzten Endes finde ich es kein sonderlich vernünftiges Argument gegen das Abdrucken dieses Interviews, ausschließlich den Vorwurf ins Feld zu führen, VF würde nur auf Auflagensteigerung abzielen. Das wollen (und müssen) so gut wie alle Medien, also geschenkt. Sämtliches Mediengebaren kann man darauf reduzieren, wenn man mag. Aber mei, bringt das dann weiter?

    Ich fand es durchaus interessant, das Interview zu lesen und Herr Friedman hatte die ganze Sache ja auch sehr gut im Griff. Eine Entlarvung? Wenn ich das Interview lese, finde ich Herrn Mahler so erschreckend krude und blöd in seiner ganze Irrationalität aus Philosophie-Versatzstücken, Pseudo-Religiosität, Verschwörungstheorien und Hass , dass es irgendwo schon entlarvend ist, was er da von sich gibt. Wenig überraschend, da ich dieses dumme, böse Denken einfach nicht nachvollziehen kann. Ich finde keinerlei Ansatzpunkt, ich verstehe nicht, wie der Mann darauf kommt. Das ist alles so jenseitig, dass rationale Argumente dagegen natürlich nix mehr bringen und natürlich ist der Mann hochgradig gefährlich! Er liefert keine einzige Aussage, die man logisch noch greifen könnte.

    Hauptargument gegen dieses Interview wäre ja, der Mann bekommt eine Plattform, kann seine abscheuliche Denkweise verbreiten, andere Leute überzeugen, usw… Nur: Davon lässt sich doch niemand überzeugen, der nicht schon davon überzeugt ist! Wie denn? Es gibt doch nicht Überzeugendes darin! Und falls doch, dann sind diejenigen sowieso schon so weit weg von unserem gesellschaftlichen Konsens, unserem Diskurs mit rationalen Argumenten, unserem Grundgesetz, usw. Dann gibt es einen fruchtbaren geistigen Boden für so etwas, den man rational kaum noch greifen kann. Irgendwie wird diese Irrationalität ihren Weg finden, gefährlich zu werden. Das verhindert man nicht, indem man das Interview nicht abdruckt. Andersherum ist das nicht unbedingt ein Grund, das Interview zu drucken. Aber immerhin zeigt es deutlichst, dass es da gar nicht mehr um so etwas wie “gesunden Menschenverstand” geht, dass sich da irgendetwas ausbreitet, dass extrem schwer zu bekämpfen ist. Das finde ich schon entlarvend.

    Ob unbedingt Vanity Fair diese Geschichte bringen muss, ist eine andere Sache.

  3. azzurro
    08 Nov 07
    15:00

    Hotte Mahlers wirrer Salbader ist nur öde – und des furchtlosen Aufklärers Kommunikationsversuche waren auch eher gruslig. Nach einer halben Seite zappte ich mich da gerne weg.

    Für nationalistisches Entertainment blicke man besser nach Putinland: http://www.youtube.com/watch?v=3x4Z5Bo82c0

  4. karl
    09 Nov 07
    16:23

    Möchte man nicht für möglich halten. Mein Gott, was für eine Gestalt!

  5. max
    09 Nov 07
    17:09

    aber schon lustig

  • Musste auch gesagt werden

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Germany.